Gewerkschaften warnen vor Aufweichung des Verbots von Null-Stunden-Verträgen
Wichtige Fakten
- • Gewerkschaften like Usdaw, GMB und Unite warnen vor Lücken im Gesetz zu Null-Stunden-Verträgen.
- • Labour-Konsultation sieht eine Obergrenze für garantierte Stunden vor, die viele ausschließen könnte.
- • Unite kritisiert eine 'Regularitätsanforderung', die viele Arbeitnehmer ausschließen würde.
- • Das britische Handelskammer schätzt mögliche Kosten für Unternehmen auf bis zu 2,9 Mrd. £ jährlich.
Hintergrund
Britisches Arbeitsrecht steht im Zentrum einer hitzigen Debatte: Nachdem Labour im Wahlkampf mit dem Versprechen angetreten war, ausbeuterische Null-Stunden-Verträge abzuschaffen, sorgen sich nun Gewerkschaften, dass die endgültigen Pläne hinter diesem Ziel zurückbleiben könnten. Besonders umstritten sind bestimmte Einschränkungen, die in einem Konsultationsdokument der Regierung vorgesehen sind.
Details der Kritik
Usdaw-Generalsekretärin Joanne Thomas fordert klare und unmissverständliche Rechte für alle Arbeitnehmer. Eine Obergrenze für die garantierten Stunden, wie in der Konsultation vorgeschlagen, würde bedeuten, dass Angestellte mit vertraglich festgelegten Stunden oberhalb dieser Schwelle keinen Anspruch auf eine horizontal angepasste Vertragsgarantie hätten. Die Gewerkschaft GMB warnt, dass dies gegen den Geist des Manifests verstoße. Unite bemängelt zudem eine 'Regularitätsanforderung', die viele flexible Beschäftigte ausschließen würde.
Wirtschaftliche Bedenken
Wirtschaftsverbände haben errechnet, dass die weitestreichende Variante der Reform Unternehmen bis zu 2,9 Milliarden Pfund pro Jahr kosten könnte. Dem widersprechen die Gewerkschaften: Die britische Handelskammer gehe von Kosten aus, die größtenteils fiktiv seien, und ignoriere, dass Unternehmen ihre Geschäftsmodelle anpassen könnten. Die TUC betont zudem, dass unregelmäßige Arbeitszeiten Arbeitnehmer in Null-Stunden-Verträgen jährlich etwa 3.000 Pfund an entgangenem Einkommen kostenbedeuten – die wahren Kosten der Unsicherheit.
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