Gisèle Pelicot erschüttert über mildes Urteil für Teenager-Vergewaltiger in Großbritannien
Wichtige Fakten
- • Drei Jugendliche im Alter von 13 bis 14 Jahren vergewaltigten zwei Mädchen (15 und 14) in Hampshire.
- • Die Täter erhielten Jugendbewährungsstrafen, keine Haft; der Richter wollte sie nicht kriminalisieren.
- • Gisèle Pelicot nannte die Urteile zutiefst schockierend und lobte die Opfer für ihren Mut.
- • Der britische Generalstaatsanwalt prüft, ob die Urteile an den Berufungsgerichtshof verwiesen werden.
Hintergrund des Falls
In Fordingbridge, Hampshire, wurden drei Jugendliche im Alter von 13 bis 14 Jahren wegen Vergewaltigung zweier Mädchen (15 und 14) verurteilt. Die Taten ereigneten sich im November 2024 und Januar 2025. Die Täter filmten die Übergriffe und verbreiteten die Videos in sozialen Medien.
Urteil und Reaktionen
Richter Nicholas Rowland verhängte Jugendbewährungsstrafen (Youth Rehabilitation Orders) mit Auflagen, aber keine Haft. Er argumentierte, er wolle die „sehr jungen“ Täter nicht unnötig kriminalisieren. Die Opfer, eine der beiden inzwischen 16, bezeichnete das Urteil als „Schlag ins Gesicht“. Der Generalstaatsanwalt Richard Hermer prüft nun eine Berufung.
Stimme von Gisèle Pelicot
Die 73-jährige Französin Gisèle Pelicot, die selbst Opfer eines massiven Vergewaltigungsfalls wurde, äußerte sich schockiert, dass die Täter ihre Freiheit behielten, während die Opfer ein Leben lang leiden würden. Sie rief zu härteren Urteilen und mehr Schutz für Opfer auf.
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