Gisèle Pelicot: Vom Opfer zur Stimme des Widerstands
Wichtige Fakten
- • Gisèle Pelicot erlitt jahrelange Vergewaltigungen durch Ehemann Dominique und andere Männer.
- • Ihr öffentlicher Prozess 2024 gegen 51 Angeklagte rüttelte Frankreich auf.
- • Frankreich reformierte Strafrecht: Sex ohne explizite Zustimmung ist strafbar.
- • Pelicots Buch 'Eine Hymne an das Leben' erscheint als Memoiren und Botschaft der Hoffnung.
- • Frauenorganisationen berichten mehr Zulauf, doch viele Anzeigen führen nicht zu Verurteilungen.
Zusammenfassung
Gisèle Pelicot, eine Französin, die durch ihren Mut im Gerichtssaal zu einer Ikone der Frauenbewegung wurde, hat ihre Memoiren mit dem Titel 'Eine Hymne an das Leben' veröffentlicht. Das Buch beschreibt ihre jahrelangen Vergewaltigungen durch ihren Ehemann Dominique Pelicot und viele andere Männer, die sie öffentlich machte, um die Scham von Opfern auf Täter zu verlagern. Ihr Prozess im Herbst 2024 gegen 51 Angeklagte in Avignon führte zu breiter gesellschaftlicher Aufmerksamkeit.
Auswirkungen und Reaktionen
Der Fall Pelicot löste in Frankreich Reformen aus: Das Strafrecht wurde geändert, sodass sexuelle Handlungen nur mit expliziter, bewusster Zustimmung straffrei sind, und die Kosten für Drogentests bei Missbrauchsverdacht werden nun staatlich übernommen. Frauenorganisationen verzeichnen mehr Zulauf, doch laut Innenministerium führen immer noch wenige Anzeigen zu Verurteilungen, und Experten warnen vor Nachahmungstaten. Pelicot betont, dass sie ohne die Solidarität anderer Frauen den Prozess nicht überstanden hätte und mit ihrem Buch anderen Mut machen will.
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