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International 02.03.2026, 14:27

Greenpeace mit Millionenstrafe belegt – Solarförderung in Deutschland droht zu enden

Greenpeace USA zu 345 Mio. Dollar Schadenersatz an Energy Transfer verurteilt.

Wichtige Fakten

  • Greenpeace USA zu 345 Mio. Dollar Schadenersatz an Energy Transfer verurteilt.
  • Urteil betrifft Unterstützung der Dakota Access Pipeline-Proteste 2016/17.
  • Greenpeace spricht von Slapp-Klage zur Einschüchterung der Zivilgesellschaft.
  • EEG-Reform sieht Ende der Einspeisevergütung für private Solaranlagen ab 2027 vor.
  • Direktvermarktung könnte Solarstrom-Einnahmen für Haushalte halbieren.

Greenpeace in den USA mit hoher Schadenersatzstrafe belegt

Ein Gericht in North Dakota hat Greenpeace USA und Greenpeace International verurteilt, dem Ölkonzern Energy Transfer 345 Millionen US-Dollar Schadenersatz zu zahlen. Der Fall geht auf die Unterstützung von Protesten gegen die Dakota Access Pipeline in den Jahren 2016 und 2017 zurück, bei denen indigene Gruppen und Umweltaktivisten den Bau kritisierten. Greenpeace bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet die Klage als Slapp-Klage, die darauf abziele, die Zivilgesellschaft einzuschüchtern. Die Organisation kündigte an, in Berufung zu gehen, da die Strafe ihre finanzielle Existenz in den USA gefährden könnte.

EEG-Reform: Einspeisevergütung für private Solaranlagen soll entfallen

Ein Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sieht vor, die feste Einspeisevergütung für neue private Solaranlagen bis 25 Kilowatt ab 2027 komplett zu streichen. Stattdessen müssten Betreiber ihren Strom direkt an der Strombörse vermarkten. Experten warnen, dass dies die Wirtschaftlichkeit vieler Anlagen erheblich verschlechtern würde, da die Einnahmen aus der Einspeisung voraussichtlich von derzeit knapp 8 Cent auf bis zu 3 Cent pro Kilowattstunde sinken könnten. Die Solarbranche kritisiert die Pläne als Gefahr für die Bürger-Energiewende.

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