Grenzort Metula im Ausnahmezustand: Bewohner trotzen Raketenbeschuss
Wichtige Fakten
- • Metula ist an drei Seiten vom Libanon umgeben und besonders gefährdet.
- • Die Hisbollah und Iran feuern gemeinsam Raketen auf Israel ab.
- • Israel plant eine 30 km Sicherheitszone im Südlibanon bis zum Litani-Fluss.
- • Über 700.000 Menschen sind im Libanon auf der Flucht vor den Kämpfen.
- • Nur 1.000 der 2.000 Einwohner Metulas sind nach der letzten Eskalation zurückgekehrt.
Alltag unter Beschuss
Im Norden Israels herrscht nach Angriffen auf Iran erneut Ausnahmezustand. Der Grenzort Metula, an drei Seiten vom Libanon umgeben, ist besonders gefährdet, da die Terrormiliz Hisbollah und Iran gemeinsam Raketen auf Israel abfeuern. Nur 1.000 der 2.000 Einwohner Metulas sind nach der letzten Auseinandersetzung mit der Hisbollah vor anderthalb Jahren zurückgekehrt, doch viele wollen diesmal bleiben und führen ihr Leben weiter, wie Cafébesitzerin Miry Menashe, die täglich für Rückkehrer und Soldaten öffnet und darauf wartet, sich der Armee anschließen zu können.
Israelische Pläne für Sicherheitszone
Israels Verteidigungsminister Israel Katz kündigte an, die Armee wolle eine 30 Kilometer tiefe Sicherheitszone im Südlibanon bis zum Litani-Fluss einnehmen, um den Norden Israels zu schützen. Dafür wurden bereits fünf Brücken, die für Waffentransporte genutzt wurden, gesprengt. Hilfsorganisationen berichten, dass über 700.000 Menschen im Libanon auf der Flucht sind, während israelische Soldaten wie Eitan im Einsatz bleiben, um eine langfristige Lösung zu erreichen, obwohl sie die Sicherheitszone nur als vorübergehendes Pflaster betrachten.
Stimmung unter den Bewohnern
Die Bewohner Metulas, wie Yedidya Sabag, zeigen eine abgebrühte Haltung zum Krieg, betonen aber den Wunsch nach einem dauerhaften Ende des Terrors. Sie lehnen eine Waffenruhe ab und fordern stattdessen, die Bedrohung ein für alle Mal zu beenden. Trotz der Hoffnung auf Gespräche mit Iran bleibt die Lage ungewiss, und die Menschen verlieren allmählich die Hoffnung auf eine baldige Waffenruhe, während sie weiterhin unter Raketenbeschuss leben.
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