Griechische Filmförderung lockt Hollywood an: Nolans „Odyssee“ in Pylos gedreht
Wichtige Fakten
- • Christopher Nolans „Odyssee“ kam am 16. Juli 2026 in Deutschland in die Kinos.
- • Griechenland erstattet bis zu 40 Prozent der Produktionskosten ausländischer Filme.
- • Die griechische Filmindustrie ist in zehn Jahren um 150 Prozent gewachsen.
- • Thessaloniki verwandelte sich für den Film „Barracuda“ in Miami.
- • Der Bürgermeister von Pylos hofft auf Tourismus-Boom durch den Film.
Nolans Odyssee in Griechenland gedreht
Christopher Nolans Verfilmung der „Odyssee“, die heute in den deutschen Kinos startet, wurde unter anderem an der Küste von Pylos auf dem Peloponnes gedreht. Die Produktionskosten werden auf 250 Millionen Euro geschätzt, wobei rund 25 Millionen Euro in Griechenland ausgegeben wurden. Der griechische Staat beteiligte sich mit 6,5 Millionen Euro an der Förderung. Bürgermeister Panagiotis Karvelas erhofft sich davon einen touristischen Aufschwung für die Region.
Filmförderung als Standortpolitik
Griechenland lockt internationale Produktionen mit einer großzügigen Förderung: Bis zu 40 Prozent der im Land entstandenen Kosten werden erstattet, plus Steuererleichterungen, sodass sich die Ersparnis auf bis zu 60 Prozent summieren kann. Diese Politik zeigt Wirkung: Laut der griechischen Filmagentur Ekkomed ist der audiovisuelle Sektor in den letzten zehn Jahren um 150 Prozent gewachsen und macht nun knapp ein Prozent des BIP aus. Auch die ARD-Kreta-Krimis und die Apple-Serie „Teheran“ (gedreht in Athen) profitierten bereits von den Anreizen. Für den Action-Thriller „Barracuda“ mit Antonio Banderas wurde Thessaloniki sogar in Miami verwandelt – inklusive aufgestellter Palmen.
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