Grüne in Lewisham planen Blockade von Einwanderungsrazzien
Wichtige Fakten
- • Lewisham verbietet Zusammenarbeit mit Innenministerium bei Abschiebungen.
- • Grüne wollen "Korridor der Zuflucht" in London schaffen.
- • Home Office bat um Hilfe bei Razzien via Lebensmittelüberwachung.
- • Labour erhöhte Razzien um 77% seit 2024.
- • Grüne gewannen Mai-Kommunalwahl in fünf Londoner Bezirken.
Hintergrund des Beschlusses
Der grün-geführte Londoner Bezirk Lewisham plant, die Zusammenarbeit mit dem Innenministerium bei Einwanderungsrazzien zu beenden. Grund ist die Entdeckung einer E-Mail aus dem Jahr 2023, in der die Einwanderungsbehörde die Lebensmittelkontrollbehörde des Bezirks um Hilfe bei gemeinsamen Besuchen bat. Der Gemeinderat soll nächste Woche über einen entsprechenden Antrag abstimmen, mit dem die Systeme überprüft werden, um jegliche Kooperation bei Abschiebungen zu unterbinden.
Reaktionen und Kontext
Der Grünen-Parteichef Zack Polanski lobte den Schritt als Teil eines "grünen Halbmonds" von Zufluchtsbezirken. Ein Sprecher des Innenministeriums betonte die kollaborative Beziehung mit Lewisham. Labour hat seit Regierungsübernahme vor zwei Jahren die Zahl der Razzien drastisch erhöht, was laut Innenministerium einen Anstieg von 77 Prozent bei Kontrollen von Betrieben wie Nagelstudios und Autowaschanlagen bedeutete. Trotz gemischter Erfolgsbilanz verteidigt die Regierung diesen Kurs. Die Grünen hatten bei den Kommunalwahlen im Mai stark zugelegt und kontrollieren nun Bezirke wie Southwark und Hackney.
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