Zwei Tote bei ICE-Einsätzen: Kritik an Gewalt eskaliert
Wichtige Fakten
- • ICE-Mitarbeiter erschossen einen 26-jährigen Kolumbianer in Biddeford, Maine.
- • In Houston, Texas, wurde ein Mexikaner bei einer ICE-Verkehrskontrolle getötet.
- • Bürgermeister und Gouverneurin von Maine fordern unabhängige Untersuchung.
- • Bericht: 412 Fälle von Fehlgebrauch von Crowd-Control-Waffen dokumentiert.
- • Mindestens 203 Verletzte, darunter Erblindungen und Schädel-Hirn-Traumata.
Tödliche ICE-Einsätze
In Maine erschoss ein ICE-Mitarbeiter einen 26-jährigen Kolumbianer, der das Haus verlassen und versucht hatte zu fliehen. Das Heimatschutzministerium sprach von einer gezielten Strafverfolgungsmaßnahme, gab aber keine Details zur Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. Der Bürgermeister von Biddeford und die demokratische Gouverneurin von Maine fordern eine unabhängige Untersuchung; der Schütze soll suspendiert sein. Der Vorfall ist der zweite tödliche ICE-Einsatz innerhalb einer Woche. Bereits am 7. Juli war in Houston ein Mexikaner bei einer Verkehrskontrolle erschossen worden, angeblich weil er sein Fahrzeug als Waffe einsetzte – Augenzeugen widersprechen.
Proteste und übertriebene Gewalt
Ein neuer Bericht von Physicians for Human Rights und der University of California, Berkeley dokumentiert von Juni 2025 bis Mai 2026 412 Fälle des Fehlgebrauchs von Crowd-Control-Waffen wie Tränengas, Gummigeschossen und Pfefferspray bei Protesten gegen die Einwanderungspolitik. Dabei wurden mindestens 203 Verletzungen festgestellt, darunter Erblindungen, Schädel-Hirn-Traumata und Knochenbrüche. Die tatsächliche Zahl dürfte weit höher liegen. Über 64 % der Vorfälle gehen auf Bundesbehörden zurück. Besonders auffällig: Unter der Führung des Hardliners Greg Bovino stiegen die Vorfälle sprunghaft an.
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