H5N1-Vogelgrippe erreicht erstmals Vögel auf australischem Territorium
Wichtige Fakten
- • Gentoo-Pinguine auf Heard Island erstmals mit H5N1-Vogelgrippe infiziert
- • Virus bereits seit November 2025 bei südlichen Elefantenrobben nachgewiesen
- • Heard Island liegt 4.000 km südwestlich von Perth im Südpolarmeer
- • H5N1 breitet sich seit 2023/24 in antarktischer Region aus
- • Australische Regierung investierte über 100 Mio. Dollar in Vorbereitungen
Erster Vogelgrippe-Nachweis bei Vögeln auf australischem Territorium
Wissenschaftler des Australian Antarctic Program haben bestätigt, dass sich die H5N1-Vogelgrippe auf der subantarktischen Heard Island erstmals auf Vögel ausgebreitet hat. Bei Gentoo-Pinguinen wurde das Virus nachgewiesen, nachdem bereits im November 2025 südliche Elefantenrobben infiziert worden waren. Heard Island liegt etwa 4.000 Kilometer südwestlich von Perth und ist ein australisches Territorium.
Besorgnis über Ausbreitung auf endemische Arten
Experten wie Prof. Hugh Possingham von BirdLife Australia zeigen sich besorgt über die Entwicklung, da das Virus nun auch für endemische Arten wie den Heard Island Cormorant und den Heard Island Sheathbill eine Bedrohung darstellt. Diese Arten kommen ausschließlich auf der Insel vor. Die Vogelgrippe H5N1 hat weltweit bereits Millionen von Seevögeln, Wildvögeln und Geflügel getötet.
Regierung betont Vorbereitungen trotz geringer Risikoeinschätzung
Die australische Regierung unter Landwirtschaftsministerin Julie Collins gab an, dass Australien weiterhin frei von H5N1 sei und die zusätzlichen Nachweise das Risiko nicht wesentlich erhöhten. Dennoch wurden über 100 Millionen Dollar in die Stärkung der Präparations- und Reaktionsfähigkeit investiert. Das Virus war in der Saison 2023/24 erstmals in der Antarktis nachgewiesen worden und hat sich seitdem über tausende Kilometer im Südpolarmeer ausgebreitet.
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