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Empörung über den Handel mit Holocaust-Artefakten auf eBay wächst
Auf eBay werden weiterhin Briefe und Fotos von KZ-Häftlingen verkauft, trotz eines erklärten Verbots.
Wichtige Fakten
- • Auf eBay werden weiterhin Briefe und Fotos von KZ-Häftlingen verkauft, trotz eines erklärten Verbots.
- • SS-Fotos, häufig als Trophäen oder Andenken erstellt, werden ebenfalls gehandelt.
- • Gewerbliche Verkäufer wie das 'House of History' bieten Fotografien aus jüdischen Ghettos an.
- • eBay behauptet, keine wirtschaftlichen Interessen an solchen Verkäufen zu haben und bei Verstößen Sanktionen zu verhängen.
- • Die polnische Regierung und Gedenkstätten fordern striktere Kontrollen gegen diese Art der Kommerzialisierung.
- • Die Staatsanwaltschaft Lüneburg untersucht mögliche strafrechtliche Relevanz des Verkaufs von Nazi-Symbolen und antisemitischer Literatur.
Auf Plattformen wie eBay wird weiterhin ein lukrativer Handel mit Erinnerungsstücken und Fotos aus der Zeit des Nationalsozialismus betrieben, sehr zum Entsetzen von Angehörigen der Opfer. Neue Berichte enthüllen, dass auch SS-angefertigte Fotos und Gegenstände, oft als Andenken oder Trophäen gedacht, auf solchen Plattformen gehandelt werden. Trotz eines symbolischen Verbots sind die rechtlichen Möglichkeiten zur Regulierung äußerst begrenzt. Prominente Fälle wie der Verkauf der Postkarte von Henryk Wroblewski aus Auschwitz verdeutlichen das Ausmaß dieses Phänomens. Der Vorsitzende der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens Christian Wagner, ist über die Dimension des Handels schockiert und fordert ebenso wie Angehörige strenge Maßnahmen von eBay. Die polnische Regierung und andere Kritiker drängen auf rechtliche Änderungen, um den Missbrauch dieser historischen Zeugnisse zu verhindern. Inzwischen prüft die Staatsanwaltschaft Lüneburg die strafrechtlichen Aspekte des Verkaufs von NS-Symbolen und -Literatur.
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