Hapag-Lloyd plant Übernahme der israelischen Reederei ZIM
Wichtige Fakten
- • Hapag-Lloyd will ZIM für 4,2 Milliarden Dollar übernehmen.
- • Der israelische Staat muss als Veto-Berechtigter zustimmen.
- • Arabische Staatsfonds als Hapag-Anteilseigner sorgen für Sicherheitsbedenken.
- • Die Übernahme würde den Marktanteil von 7% auf knapp 9% erhöhen.
- • Der ZIM-Betriebsrat protestiert und rief zum Streik auf.
Übernahmepläne und politische Herausforderungen
Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd plant die Übernahme des israelischen Wettbewerbers ZIM für 4,2 Milliarden Dollar, wofür der Aufsichtsrat bereits zugestimmt hat. Allerdings muss der israelische Staat noch zustimmen, da er über eine Vetoklausel verfügt, was politisch heikel ist, insbesondere weil arabische Staatsfonds zu den Anteilseignern von Hapag-Lloyd gehören und israelische Sicherheitskreise dies mit Sorge betrachten.
Strategische und marktliche Auswirkungen
Durch die Übernahme würde Hapag-Lloyd, die fünftgrößte Reederei weltweit, ZIM als zehntgrößte Reederei einverleiben und damit die Flotte auf über 400 Schiffe erweitern. Analysten sehen dies als strategische Investition, um Kapazitäten schnell auszubauen und den weltweiten Marktanteil von sieben auf knapp neun Prozent zu erhöhen, obwohl Werften kurzfristig nicht genug neue Schiffe liefern können.
Widerstand und Börsenreaktionen
Der Betriebsrat von ZIM äußerte Sicherheitsbedenken und rief zum Streik auf, da er in die Entscheidung nicht eingebunden wurde. An den Börsen reagierten die Aktien unterschiedlich: Die Hapag-Aktie fiel um bis zu sieben Prozent, während die ZIM-Aktie um über 40 Prozent stieg, was die Marktreaktionen auf die Pläne widerspiegelt.
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