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Gesellschaft 11.02.2026, 09:55

Herzinfarkt bei Frauen: Höhere Sterblichkeit durch späte Diagnose

Frauen sterben prozentual häufiger an Herzinfarkt-Folgen als Männer.

Wichtige Fakten

  • Frauen sterben prozentual häufiger an Herzinfarkt-Folgen als Männer.
  • Symptome bei Frauen sind oft unspezifisch (Rückenschmerzen, Übelkeit, Schwäche).
  • Frauen erhalten seltener und später die richtige Diagnose als Männer.
  • Risikofaktoren bei Frauen umfassen Diabetes, Stress und Autoimmunerkrankungen.
  • Frauen erleiden Herzinfarkte durchschnittlich zehn Jahre später als Männer.

Höhere Sterblichkeit bei Frauen

Frauen sterben prozentual häufiger an den Folgen eines Herzinfarktes als Männer, wie die Deutsche Herzstiftung berichtet. Ein Hauptgrund ist, dass Herzinfarkte bei Frauen oft später diagnostiziert werden oder gar nicht erkannt werden, da die Symptome unspezifischer sind als bei Männern. Während Männer klassische Anzeichen wie Brustschmerzen zeigen, äußert sich ein Infarkt bei Frauen häufiger durch Rückenschmerzen, Übelkeit, Schwäche und geringere Belastbarkeit.

Risikofaktoren und Diagnostik

Die Risikofaktoren unterscheiden sich: Bei Frauen spielen neben Bluthochdruck auch Diabetes Typ 2, Stress und Autoimmunerkrankungen eine größere Rolle. Laut Herzchirurgin Sandra Eifert vom Herzzentrum der Universität Leipzig sind 77 Prozent der Patientinnen mit Bluthochdruck Frauen nach der Menopause, bei denen der Bluthochdruck häufig übersehen wird. Zudem sind diagnostische Verfahren wie EKG bei Frauen weniger auffällig, da Frauenherzen kleiner und weniger elastisch sind. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall funktionieren besser. Frauen erleiden Herzinfarkte durchschnittlich zehn Jahre später als Männer, was mit dem Östrogenmangel nach der Menopause zusammenhängt.

Präventionsmaßnahmen

Für beide Geschlechter sind Bewegung und mediterrane Ernährung wichtig, um Herz und Gefäße zu stärken. Für Frauen wird besonders ein gutes Stressmanagement, ausreichend Schlaf und die Vermeidung von zu viel Salz empfohlen, da Stress und Schlafmangel den Blutdruck erhöhen können. Diese Maßnahmen können helfen, das Risiko von Herzinfarkten und Folgeschäden zu reduzieren.

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