Hitzeschutz an Schulen: Maßnahmen gefordert, doch Investitionen fehlen
Wichtige Fakten
- • Hitze erschwert Konzentration, überhitzte Serverräume stören Unterricht.
- • Kinder bis 14 können Wärme schlechter abgeben, Hitzestress droht.
- • GEW und KLUG fordern mehr Investitionen in hitzeresistente Schulgebäude.
- • Städte allein können Milliardenkosten nicht stemmen, fordert Schülervertretung.
Hitze im Klassenzimmer: Ein wachsendes Problem
Immer häufiger leiden Schülerinnen und Schüler unter extremen Temperaturen in Schulen. An der Helmholtzschule in Frankfurt sind 30 Grad im Klassenzimmer keine Seltenheit. Das beeinträchtigt nicht nur die Konzentration, sondern auch die technische Infrastruktur. Überhitzte Serverräume führen dazu, dass Computerunterricht ausfallen muss. Die Schule wird zwar thermisch saniert, doch die Maßnahmen zielen vor allem auf Energieeinsparung im Winter, nicht auf Hitzeschutz im Sommer.
Gesundheitliche Risiken für Kinder
Kinder bis etwa 14 Jahren können Wärme schlechter über das Schwitzen abgeben als Erwachsene, warnt Kinderarzt Christof Wettach von der Allianz Klimawandel und Gesundheit. Dadurch geraten sie schneller in Hitzestress. Ein Musterhitzeschutzplan für Schulen empfiehlt mehr Schattenplätze, Verzicht auf Sport ab 35 Grad Raumtemperatur und im Extremfall Distanzunterricht.
Kurzfristige Maßnahmen und langfristige Forderungen
Viele Schulen reagieren bereits mit verkürztem Unterricht, Hitzeschutzfolien oder mobilen Klimageräten. Letztere sind umstritten, werden aber bei extremer Hitze oft als einzige Option gesehen. Die GEW und die Allianz Klimawandel und Gesundheit fordern langfristig mehr Investitionen in hitzeresistente Schulgebäude, etwa durch Dämmung, Jalousien und entsiegelte Schulhöfe. Städte und Kommunen sind zuständig, aber die Kosten dürften in die Milliarden gehen. Die hessische Landesschülervertretung fordert ein vom Land finanziertes Programm.
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