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Wirtschaft 28.08.2026, 06:36 Aktualisiert: 28.08.2026, 08:01

Hitzewellen fordern Wirtschaft heraus: Unternehmen setzen auf Hitzeschutz

Die Hitzewelle im Juni kostet Europa 0,3% Wirtschaftsleistung.

Wichtige Fakten

  • Die Hitzewelle im Juni kostet Europa 0,3% Wirtschaftsleistung.
  • Ab 30 Grad sinkt die Produktivität, besonders in Innenräumen.
  • Europa ist durch alte Bevölkerung und wenige Klimaanlagen betroffen.
  • Betriebe setzen flexiblere Arbeitszeiten und Kühltechniken ein.

Hitzewellen bremsen Europas Wirtschaft

Eine aktuelle Studie von Allianz Research zeigt: Die zweiwöchige Hitzewelle im Juni schmälert die europäische Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozentpunkte. Bei einem erwarteten Wachstum von nur einem Prozent ist das ein beträchtlicher Rückschlag. Die Schwelle liegt bei rund 30 Grad – dann sinkt die Leistungsfähigkeit in Büros und Produktionshallen, der Schlaf wird schlechter, und der Kühlbedarf treibt die Kosten.

Unternehmen reagieren mit innovativen Hitzeschutzmaßnahmen

Der Berliner Druckereibetrieb PIEREG saniert 2019 das Dach mit besserer Dämmung und einer reflektierenden Oberfläche sowie einer Photovoltaikanlage. Das senkt die Hallentemperatur um vier bis fünf Grad und spart 50 Prozent Strom. Bei Berlin Recycling werden heiße Touren auf den frühen Morgen verlegt, Kühlboxen und Getränke bereitgestellt. Beide Firmen sehen Hitzeschutz als Teil ihrer unternehmerischen Verantwortung.

Europa besonders betroffen

Die Allianz-Studie betont, dass Europa wegen der alternden Bevölkerung, dichter Städte und weniger Klimaanlagen besonders unter Hitzefolgen leidet. Die wirtschaftlichen Schäden sind enorm: Mindestens 36 Milliarden Euro kosten die Folgen, wie eine frühere Schätzung zeigt. Unternehmen müssen daher langfristig in Klimaanpassung investieren.

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