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Gesellschaft 29.01.2026, 04:57 Aktualisiert: 29.01.2026, 23:11

Selftracking-Apps: Zwischen Selbsterkenntnis und Leistungsdruck

Selftracking-Apps erweitern ihren Einfluss auf Bücher, Filme und Musik.

Wichtige Fakten

  • Selftracking-Apps erweitern ihren Einfluss auf Bücher, Filme und Musik.
  • Plattformen wie Letterboxd und Lovelybooks nutzen Gamification zur Motivation.
  • Nutzer erfahren sowohl positiven Anreiz als auch Druck durch die Quantifizierung von Hobbys.
  • Lovelybooks belohnt das Lesen durch ein Punktesystem, das dicke Bücher höher bewertet.
  • Gamification-Experte Benedikt Morschheuser sieht das Potenzial von Gamification, wenn die Ziele realisierbar sind.
  • Der Austausch in Communities wie Letterboxd wird von Nutzern geschätzt.
  • Kritiker warnen vor der Verwechslung von Quantität mit Qualität kultureller Erlebnisse.
Selftracking-Apps, bekannt aus dem Fitnessbereich, werden verstärkt genutzt, um Hobbys wie Filme, Bücher und Musik zu dokumentieren. Plattformen wie Letterboxd und Lovelybooks setzen auf Gamification, um Nutzer zu motivieren. Lennert Rothenberg beispielsweise nutzt Letterboxd, um seine Filmgewohnheiten zu dokumentieren und zu analysieren, was ihm hilft, seine Vorlieben besser zu verstehen. Sabine Brünler schätzt die Motivation durch die Lovelybooks-Challenges, obwohl sie wenig Freizeit hat. Laut Benedikt Morschheuser ist Gamification erfolgreich, wenn sie die Ziele der Nutzer unterstützt, ohne zu viel Druck auszuüben. Dennoch warnen Stimmen wie die der Digitalphilosophin Sabria David davor, Quantität mit Qualität zu verwechseln. Die Plattformen dienen trotz ihrer sozialen Komponenten letztlich dazu, die Verweildauer der Nutzer zu erhöhen.

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