Hohes Venn: Staatsanwaltschaft ermittelt nach verheerendem Waldbrand
Wichtige Fakten
- • Waldbrand im Hohen Venn zerstörte etwa 3.000 Hektar Land.
- • Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.
- • Landwirtschaftliches Gerät könnte Feuer ausgelöst haben.
- • EU-Kommissarin schließt natürliche Ursache aus.
- • Brand gilt als einer der größten in Belgiens Geschichte.
Ermittlungen zur Brandursache
Nach dem verheerenden Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn hat die Staatsanwaltschaft in Belgien Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen. Nach ersten Erkenntnissen könnte der Einsatz eines landwirtschaftlichen Geräts das Feuer ausgelöst haben. Zwei Sachverständige für Brand- und Fahrzeugtechnik wurden beauftragt, die Ursache zu untersuchen. Eine endgültige Klärung steht jedoch noch aus, und die finalen Gutachten werden voraussichtlich erst in mehreren Monaten vorliegen.
Aussagen der EU-Kommissarin
EU-Krisenkommissarin Hadja Lahbib hat bei einem Besuch in der Region eine natürliche Ursache ausgeschlossen. Der Brand sei "ganz offensichtlich zu 100 Prozent menschlichen Ursprungs", sagte sie. Es handele sich vermutlich um "unabsichtliches, unbewusstes" Verhalten, das die Katastrophe ausgelöst habe. Sobald die genaue Ursache feststehe, müssten Konsequenzen für die Zukunft gezogen werden.
Lage vor Ort
Die Löscharbeiten dauern an. Während der westliche Teil des Brandgebiets als gebändigt gilt, kämpfen die Feuerwehrleute im Norden und Osten weiter gegen Glutnester. Der Brand, der etwa 3.000 Hektar Land zerstörte und zeitweise nur wenige Hundert Meter von der deutschen Grenze entfernt tobte, gehört zu den größten in der Geschichte Belgiens.
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