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Wissen 30.06.2026, 14:07

HPV-Impfung rettet Leben: Auch in Deutschland Potenzial ungenutzt

HPV-Impfung senkt Krebssterblichkeit drastisch, so eine englische Studie.

Wichtige Fakten

  • HPV-Impfung senkt Krebssterblichkeit drastisch, so eine englische Studie.
  • In England kein HPV-bedingter Todesfall bei 20- bis 24-Jährigen seit 2020.
  • In Deutschland sind nur 55% der 15-jährigen Mädchen vollständig geimpft.
  • RKI empfiehlt Impfung im Alter von 9 bis 14 Jahren für optimalen Schutz.
  • HPV verursacht jährlich 8.000 Krebserkrankungen und 2.000 Todesfälle in Deutschland.

Eine neue Studie zeigt den beeindruckenden Erfolg der HPV-Impfung in England: Seit ihrer Einführung im Jahr 2008 ist das Risiko junger Frauen, an Gebärmutterhalskrebs zu sterben, drastisch gesunken. Besonders bemerkenswert: Bei 20- bis 24-Jährigen wurde zwischen 2020 und 2024 kein einziger HPV-bedingter Todesfall registriert. In Deutschland sieht die Situation anders aus: Obwohl Humane Papillomviren jährlich zu rund 2.000 Todesfällen (1.600 Frauen, 400 Männer) führen, sind nur 55 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 36 Prozent der gleichaltrigen Jungen vollständig geimpft – eine Herdenimmunität ist damit nicht erreicht.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung im Alter von 9 bis 14 Jahren, idealerweise vor dem ersten sexuellen Kontakt. Experten des RKI und des Deutschen Krebsforschungszentrums betonen: Eine frühzeitige Impfung ist entscheidend, um schwere Krebserkrankungen wie Gebärmutterhalskrebs, Anal- oder Peniskarzinome zu verhindern. Um die Impfquoten zu erhöhen, schlagen sie staatliche Einladungssysteme oder Schulimpfungen vor – wie in England oder Skandinavien, wo sie bereits erfolgreich umgesetzt werden.

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