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Wirtschaft 18.05.2026, 09:02 Aktualisiert: 18.05.2026, 10:03

HS2-Studie: Streben nach Höchstgeschwindigkeit als Fehlerquelle

Kosten des HS2-Projekts werden 100 Milliarden Pfund übersteigen.

Wichtige Fakten

  • Kosten des HS2-Projekts werden 100 Milliarden Pfund übersteigen.
  • Frühe Planungen führten zu steigenden Kosten und Verzögerungen.
  • Die Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h trug zu den Problemen bei.
  • Der Zugbetrieb wird voraussichtlich nicht vor 2033 beginnen.
  • Ein Großteil der Strecke London–Manchester/Birmingham wurde gestrichen.

HS2-Studie: Kritik an Höchstgeschwindigkeit und politischem Druck

Eine unabhängige Überprüfung des britischen HS2-Hochgeschwindigkeitsprojekts, verfasst vom ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Sir Stephen Lovegrove, kommt zu dem Schluss, dass die Probleme teilweise auf den Fokus auf höchstmögliche Geschwindigkeiten und politischen Druck zurückzuführen sind. Die Kosten sind auf über 100 Milliarden Pfund gestiegen, und der Betrieb wird voraussichtlich nicht vor 2033 beginnen.

Frühe Planungsfehler und goldene Standards

Der Bericht stimmt mit früheren Erkenntnissen über sogenannte „Ursünden“ überein, darunter sich ändernde politische Prioritäten und explodierende Kosten. Die Praxis der „Goldplättierung“ des Hochgeschwindigkeitskonzepts führte zu einem maßgeschneiderten und hoch entwickelten Design, das die Kosten weiter in die Höhe trieb.

Kürzungen und Reset des Projekts

Ursprünglich sollte HS2 London mit Birmingham, Manchester und Leeds verbinden, doch die Strecken nach Leeds und Manchester wurden gestrichen. Verkehrsministerin Heidi Alexander kündigte im Juni 2025 eine „Rückbesinnung“ an. HS2-CEO Mark Wild wurde mit einem umfassenden „Reset“ beauftragt, um die Bauarbeiten zu optimieren.

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