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Gesundheit 26.06.2026, 12:00 Aktualisiert: 26.06.2026, 15:03

Immunsysteme in East Palestine zeigen Spuren der Chemikalienbelastung

Sechs Monate nach dem Unglück zeigten Blutproben chronische Entzündungsspuren.

Wichtige Fakten

  • Sechs Monate nach dem Unglück zeigten Blutproben chronische Entzündungsspuren.
  • Studie fand erhöhte rote Blutkörperchen und Reparaturproteine bei Anwohnern.
  • Dioxinwerte lagen bis zu 14 mal über der Sicherheitsgrenze der EPA.
  • Kontrollierte Verbrennung von Vinylchlorid erfolgte zur Explosionsvermeidung.
  • Langzeitstudien sollen größere Gruppen von Anwohnern und Einsatzkräften untersuchen.

Forschung zeigt anhaltende Immunreaktionen

In einer neuen Studie der University of Kentucky wurden Blutproben von Bewohnern von East Palestine untersucht, die dem Chemieunfall nach dem Zugunglück im Februar 2023 ausgesetzt waren. Die Ergebnisse zeigen, dass die Immunsysteme der Betroffenen noch sechs Monate nach dem Ereignis auf die giftigen Chemikalien reagierten. Die Pilotstudie wies bei den Anwohnern im Vergleich zu einer Kontrollgruppe erhöhte Werte roter Blutkörperchen, Hämoglobin und Entzündungsmarker sowie spezifische Immunzellen auf, die Toxine bekämpfen. Zugleich waren Proteine für die Gewebereparatur erhöht, während infektionsbekämpfende Zellen verringert waren.

Die Forscher betonen, dass die Ergebnisse nicht beweisen, dass das Zugunglück direkt die Gesundheitsprobleme verursacht hat, und dass unklar ist, ob Symptome wie Kopfschmerzen, Hautausschläge oder Hormonstörungen später auftreten. Allerdings zeigen sie, dass der Körper weiterhin mit den Folgen der Belastung kämpft. Nach dem Unfall war eine kontrollierte Verbrennung von Vinylchlorid durchgeführt worden, um eine Explosion zu verhindern, dabei entstanden Dioxine und flüchtige organische Verbindungen (VOC), die noch Wochen später in der Luft nachweisbar waren.

Die Studie ist Teil eines umfassenderen Projekts, um langfristige Gesundheitsfolgen für die 4.700 Einwohner von East Palestine zu untersuchen. Während kurzfristige Luftmessungen nach dem Unglück keine Gefahr durch VOCs anzeigten, warnen Gesundheitswissenschaftler davor, dass bestimmte Chemikalien nicht erfasst worden sein könnten.

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