Teilen:
Klima 30.08.2026, 12:00 Aktualisiert: 30.08.2026, 15:03

Indiana kämpft mit den Folgen der Jahrhundertflut – Trump verweigert Hilfe

Historische Flut in Indiana: 7 Tote, 1.000 Obdachlose.

Wichtige Fakten

  • Historische Flut in Indiana: 7 Tote, 1.000 Obdachlose.
  • Trump blockiert Katastrophenhilfe – nur 5 Mio. statt 5 Mrd.
  • Indiana kürzte Mittel für Umweltbehörden um 19%.
  • 70% der Überschwemmungsopfer hatten keine Versicherung.
  • Bundesstaat ohne Klimaaktionsplan – Klimawandel verstärkt Unwetter.

Historische Überschwemmungen und Zerstörung

In Indiana haben Ende August 2026 verheerende Überschwemmungen weite Teile des Bundesstaates verwüstet. Innerhalb weniger Stunden fielen bis zu 25 Zentimeter Regen, was einem Vielfachen des August-Monatsdurchschnitts entspricht. Die Fluten des Creitz Creek und anderer Flüsse zerstörten kritische Infrastruktur, beschädigten hunderte Häuser und machten über 1.000 Menschen obdachlos. Die Kleinstadt Cambridge City verzeichnete erhebliche Schäden an einem Drittel aller Gebäude. Auch die Interstate 70, eine wichtige Verkehrsader, wurde unterspült. Die Behörden berichten von mindestens sieben Todesopfern.

Politische Differenzen verzögern Hilfe

Die Reaktion auf die Katastrophe wird von politischen Spannungen überschattet. Gouverneur Mike Braun stellte einen förmlichen Antrag auf Bundeshilfe, der jedoch vom FEMA unter der Regierung Trump unbeantwortet blieb. Bereits zuvor hatte FEMA über 30 Katastrophenanträge abgelehnt. Trump genehmigte zwar Hilfen für mehr als 50 Countys, deckelte die Mittel aber auf 5 Millionen Dollar – bei geschätzten Schäden von rund 5 Milliarden Dollar. Viele Betroffene kritisieren, dass dies bei weitem nicht ausreicht. Zudem hat der Bundesstaat Indiana in den letzten Jahren die Mittel für Umweltbehörden drastisch gekürzt und verfügt über keinen Klimaaktionsplan, was die Anfälligkeit für Extremwetter erhöht.

Betroffene ohne ausreichenden Schutz

Vor dem Hintergrund dieser Sparpolitik waren viele Bewohner nicht ausreichend versichert. Aufgrund hoher Prämien hatten zahlreiche Haushalte, insbesondere mit niedrigem Einkommen, keinen Hochwasserschutz. Die Folge: Viele stehen nun vor dem Nichts. Rettungskräfte und Freiwillige leisten unermüdliche Hilfe, werden aber durch Plünderungen und die schiere Dimension der Schäden überfordert. Wissenschaftler führen die extreme Wucht des Unwetters auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurück, der wärmere Luft und mehr Niederschlag begünstigt. Die örtliche Bevölkerung fordert nun dringend mehr Unterstützung und langfristige Klimaschutzmaßnahmen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.