Cockroach-Bewegung in Indien: Opposition legt Parlament lahm
Wichtige Fakten
- • Opposition hat Parlamentssitzung aus Protest gegen Polizeigewalt unterbrochen.
- • Amnesty International wirft Polizei übermäßige Gewaltanwendung vor.
- • Indiens Oberster Gerichtshof lehnte Petition zu Polizeibrutalität ab.
- • Mehr als 1.000 Demonstranten campieren weiter im Regierungsviertel.
- • Oppositionsführer Gandhi und seine Schwester wurden kurzzeitig festgenommen.
Parlament lahmgelegt
Die indische Opposition hat am Mittwoch die Parlamentssitzung aus Protest gegen das gewaltsame Vorgehen der Polizei gegen die sogenannte Kakerlaken-Bewegung (CJP) unterbrochen. Oppositionsführer Rahul Gandhi und seine Kongresspartei forderten den Rücktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan. Zuvor war Gandhi nach einer Sitzblockade vor Modis Residenz kurzzeitig festgenommen worden, ebenso wie seine Schwester Priyanka. Die Abgeordneten verurteilten die Polizeigewalt bei den Protesten am Montag, bei denen Dutzende Menschen verletzt wurden.
Neue Entwicklungen der Kakerlaken-Proteste
Die CJP hält ihre Protestcampagne in Delhi aufrecht: Mehr als 1.000 Demonstranten campieren trotz Hitze und Luftfeuchtigkeit weiter vor dem Parlament. Unterstützer liefern Essenslieferungen, auch aus dem Ausland. Der CJP-Sprecher Ashutosh Ranka erklärte, das Land sei erwacht und werde sich nicht unterdrücken lassen. Der Oberste Gerichtshof Indiens lehnte eine Petition zur Polizeibrutalität ab, während Amnesty International der Polizei übermäßige Gewalt vorwirft. Die Inflation und Medizinskandale treiben immer mehr Menschen auf die Straße.
Reaktionen und Unterstützung
Bildungsminister Pradhan, der die Bewegung zuvor als „B-Version von Terroristen“ bezeichnet hatte, schlug nun einen versöhnlichen Ton an und versprach Antworten und Reformen. Oppositionsparteien wie die Kongresspartei verurteilen das Vorgehen der Polizei und sehen die Verfassung Indiens mit Füßen getreten. Rahul Gandhi forderte die Regierung auf, Verantwortung zu übernehmen und sich einer Debatte im Parlament zu stellen.
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