Internationaler Streit um KI-Regulierung: Kinderschutz versus Innovationsförderung
Wichtige Fakten
- • Macron verteidigt die EU-KI-Verordnung gegen US-Kritik und kündigt ein Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige in Frankreich an.
- • UN-Generalsekretär Guterres warnt, dass KI nicht von wenigen Ländern oder Milliardären kontrolliert werden dürfe.
- • Indiens Premierminister Modi fordert kindersichere KI und warnt vor Monopolbildung durch US- und chinesische Unternehmen.
- • Laut UNICEF- und Interpol-Studie wurden mindestens 1,2 Millionen Kinder im letzten Jahr Opfer von sexualisierten KI-Deepfakes.
- • OpenAI-Chef Altman schätzt, dass bis Ende 2028 mehr intellektuelle Kapazität in Rechenzentren als in Menschen liegen könnte.
Internationale Debatte um KI-Regulierung und Kinderschutz
Beim AI Impact Summit in Delhi hat der französische Präsident Emmanuel Macron die EU-KI-Verordnung gegen US-Kritik verteidigt und sich für strengere Schutzmaßnahmen für Kinder vor digitalem Missbrauch ausgesprochen. Er kündigte an, dass Frankreich während seiner G7-Präsidentschaft auf ein Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige hinarbeiten werde. UN-Generalsekretär António Guterres unterstützte diese Forderung und betonte, dass KI nicht von wenigen Ländern oder Milliardären kontrolliert werden dürfe.
Warnungen vor KI-Monopolen und Sicherheitsrisiken
Indiens Premierminister Narendra Modi warnte vor einer Monopolbildung durch US- und chinesische KI-Unternehmen und forderte kindersichere, familiengeleitete KI-Systeme. Er verwies auf Indiens Bestrebungen, als dritte KI-Macht hinter den USA und China aufzutreten, wobei Google eine 15-Milliarden-Dollar-Investition in indische Rechenzentren ankündigte. OpenAI-Chef Sam Altman hob die dringende Notwendigkeit von Regulierung hervor und schlug eine internationale Aufsichtsbehörde nach dem Vorbild der IAEA vor.
Studie zu KI-basiertem Kindesmissbrauch
Eine aktuelle Studie von UNICEF und Interpol in elf Ländern ergab, dass im vergangenen Jahr mindestens 1,2 Millionen Kinder Opfer von sexualisierten KI-Deepfakes wurden – in einigen Ländern war etwa eines von 25 Kindern betroffen. Dies unterstreicht die Dringlichkeit von Schutzmaßnahmen, wie sie von Macron und Guterres gefordert werden.
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