Millionen erwartet: Iran beginnt Trauerfeiern für getöteten Ajatollah Chamenei
Wichtige Fakten
- • Chamenei war Ende Februar durch US-israelischen Luftangriff getötet worden.
- • Bis zu 30 Millionen Menschen werden zu den sechstägigen Trauerfeiern erwartet.
- • Die Beisetzung erfolgt am Donnerstag im Imam-Reza-Schrein in Maschhad.
- • Europäer sind von den Feierlichkeiten ausdrücklich ausgeschlossen.
- • Nachfolger Modschtaba Chamenei bleibt unsichtbar; Spekulationen über seinen Zustand.
Beginn der mehrtägigen Trauerfeiern
In Teheran haben die mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für den getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei begonnen. Der politische und religiöse Führer Irans war Ende Februar durch einen gemeinsamen Luftangriff Israels und der USA getötet worden. Millionen Menschen werden zu den Zeremonien erwartet, die bis zur Beisetzung am Donnerstag in Maschhad andauern. Chameneis Leichnam liegt im Grossen Mosalla aufgebahrt, begleitet von den Särgen seiner ebenfalls getöteten Familienmitglieder. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 30 Millionen Teilnehmern während der sechstägigen Prozession, die auch durch Irak führt.
Ablauf der Zeremonien
Nach drei Tagen im Grossen Mosalla in Teheran folgt eine Prozession durch die Stadt. Weitere Stationen sind Ghom, Najaf im Irak und Karbala, bevor der Leichnam am Donnerstag im Imam-Reza-Schrein in Maschhad beigesetzt wird. Die iranischen Behörden haben arbeitsfreie Tage angeordnet. Rund 30 internationale Delegationen nehmen teil, darunter aus Russland, Pakistan, Afghanistan sowie mehreren Golfstaaten. Europäer sind ausdrücklich nicht eingeladen, da sie während der Angriffe auf der falschen Seite gestanden hätten. Die Feiern sind bewusst parallel zum US-Unabhängigkeitstag und Nato-Gipfel gelegt.
Stimmung in der Bevölkerung
Viele Iraner sehen die Inszenierung der Trauerfeiern kritisch. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage mit Inflation und Lebenshaltungskostenkrise bleibt ein grosser Teil der Bevölkerung fern. Während sich tausende schwarz gekleidete Trauernde in der Mosalla versammelten und Rache für Chameneis Tod schworen, zeigen Berichte eine gedämpfte Stimmung. Viele Iraner distanzieren sich offen vom Regime. Ob Nachfolger Modschtaba Chamenei öffentlich auftritt, bleibt fraglich; Experten halten ihn für möglicherweise entstellt.
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