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International 30.03.2026, 05:19 Aktualisiert: 30.03.2026, 23:03

Iran-Krieg belastet Märkte und Gesellschaft - Neue Front durch Huthi-Angriffe

Die pro-iranischen Huthi-Rebellen haben erstmals Raketen aus dem Jemen auf Israel abgefeuert.

Wichtige Fakten

  • Die pro-iranischen Huthi-Rebellen haben erstmals Raketen aus dem Jemen auf Israel abgefeuert.
  • Iran hat Aluminiumhütten am Persischen Golf angegriffen, was die Preise für das Leichtmetall in die Höhe treibt.
  • US-Präsident Trump erwägt die Einnahme der iranischen Kharg-Insel, über die 90% des iranischen Öls exportiert werden.
  • Die Inflation in Deutschland stieg im März auf 2,7% aufgrund gestiegener Energiepreise.
  • Junge US-Republikaner sind skeptischer gegenüber dem Krieg als ältere Anhänger, wie eine Meinungsumfrage zeigt.

Neue Eskalation durch Huthi-Angriffe aus dem Jemen

Der Krieg im Nahen Osten hat eine neue Front eröffnet: Die pro-iranischen Huthi-Rebellen aus dem Jemen haben erstmals seit Kriegsbeginn Raketen auf den Süden Israels abgefeuert, die abgefangen wurden. Dies bedeutet für die Menschen in Israel Raketenangriffe aus einer weiteren Richtung, zusätzlich zu denen aus Iran und dem Libanon. Viele Israelis, wie Eynav aus Tel Aviv, sind erschöpft durch den ständigen Raketenalarm und Schlafmangel, da sie oft in öffentliche Bunker flüchten müssen, da ältere Gebäude keinen Schutzraum haben. Experten wie Inbal Nissim-Louvton vom Regional Thinking Forum erwarten, dass die Huthi ihre Angriffe stufenweise verschärfen könnten, sich aber zunächst zurückhalten, um Vergeltungsschläge zu vermeiden.

Marktreaktionen auf anhaltende Konflikte und Rohstoffangriffe

Die globalen Finanzmärkte bleiben vom Iran-Krieg geprägt, wobei der DAX sich leicht erholt hat, aber von widersprüchlichen Signalen beeinflusst wird. US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social von Fortschritten in Verhandlungen mit Iran gesprochen, drohte aber zugleich mit weiteren Angriffen. Iran hat zudem Aluminiumhütten am Persischen Golf angegriffen, was zu erheblichen Schäden bei Großproduzenten wie Bahrain Aluminium und Emirates Global Aluminium führte und die Preise für das Leichtmetall an der Londoner Metallbörse um über vier Prozent in die Höhe trieb. Dies belastet industrielle Abnehmer, insbesondere in der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Militärische und diplomatische Entwicklungen

US-Präsident Trump erwägt die Einnahme der iranischen Kharg-Insel, über die etwa 90% der iranischen Ölexporte abgewickelt werden, um Druck auf Iran auszuüben. Iran hat seine Verteidigung auf der Insel verstärkt und warnt vor einem "Feuerregen" auf eventuelle US-Invasoren. Gleichzeitig hat Trump fast 5.000 US-Marines und 2.000 Fallschirmjäger in die Region verlegt, was Spekulationen über eine Bodenoffensive nährt. Trotz diplomatischer Bemühungen, einschließlich Vermittlung durch Pakistan, haben direkte Verhandlungen zwischen USA und Iran noch nicht begonnen, und Iran lehnt US-Vorschläge für einen Waffenstillstand ab.

Gesellschaftliche Auswirkungen und politische Spaltungen

In Israel verschärft sich die Lage für die Zivilbevölkerung, mit zunehmenden Raketenangriffen und einer wachsenden Hoffnungslosigkeit auf eine baldige Waffenruhe. Viele Menschen, wie Eynav, erwägen, das Land zu verlassen, während andere resigniert Medien ausschalten. In den USA spaltet der Krieg zunehmend die Republikaner: Während ältere Anhänger Trump unterstützen, sind junge Männer skeptischer und fordern eine Beendigung des Konflikts, wie eine Meinungsumfrage von Politico zeigt. Diese Kluft wurde auf dem CPAC-Treffen deutlich, wo einige Anhänger Trumps Versprechen von "keinen neuen Kriegen" als gebrochen ansehen.

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