Iranische Friedensnobelpreisträgerin Mohammadi in kritischem Zustand
Wichtige Fakten
- • Narges Mohammadi kollabierte im Gefängnis Sandschan und wurde in eine Klinik verlegt.
- • Die 54-Jährige leidet unter Blutdruckschwankungen und hatte Anfang 2026 einen Herzinfarkt.
- • Das Nobelkomitee fordert die Verlegung nach Teheran zur Behandlung durch ihre Ärzte.
- • Mohammadi ist seit Dezember 2024 inhaftiert und wurde zu 7,5 Jahren Haft verurteilt.
Gesundheitszustand von Narges Mohammadi
Die Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich nach ihrem Zusammenbruch im Gefängnis Sandschan in einem äußerst kritischen Zustand. Die Stiftung der 54-jährigen Menschenrechtsaktivistin teilte mit, sie sei in „äußerst akuter Gefahr“. Sie wurde in ein Krankenhaus in der Stadt Sandschan gebracht, leide unter extrem schwankenden Blutdruckwerten und starker Übelkeit.
Forderungen an den Iran
Das norwegische Nobelkomitee forderte die iranischen Behörden auf, Mohammadi umgehend zu ihrem Ärzteteam in Teheran zu bringen. Ihr Ehemann erklärte, dass sich das Geheimdienstministerium jedoch gegen eine Verlegung nach Teheran sträube. Ihr Anwaltsteam steht mit dem Generalstaatsanwalt in Kontakt. Laut Angaben der Stiftung und ihrer Familie hat sie 20 Kilogramm an Gewicht verloren und erlitt Ende März einen Herzinfarkt.
Hintergrund
Mohammadi wurde 2023 für ihren Einsatz gegen die Unterdrückung von Frauen und gegen die Todesstrafe mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Sie war nach einer Haftentlassung aus medizinischen Gründen im Dezember 2024 erneut verhaftet worden. Im Februar 2025 wurde sie zu einer zusätzlichen mehrjährigen Haftstrafe verurteilt und in das Gefängnis Sandschan verlegt, wo sie nur eingeschränkten Kontakt zu ihrer Familie hat.
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