Teilen:
International 18.03.2026, 17:45

Iranische Fußballerinnen kehren nach Protest und Asylantragswiderruf zurück

Die meisten Spielerinnen kehrten nach Asienmeisterschaft in den Iran zurück.

Wichtige Fakten

  • Die meisten Spielerinnen kehrten nach Asienmeisterschaft in den Iran zurück.
  • Zwei Spielerinnen bleiben in Australien und trainieren bei Brisbane Roar.
  • Der Protest erfolgte durch Schweigen während der Nationalhymne.
  • Iran bestreitet Konsequenzen für die zurückgekehrten Spielerinnen.
  • Die Rückreise erfolgte über die Türkei, da der Luftraum gesperrt ist.

Protest und Rückkehr

Die meisten Spielerinnen der iranischen Fußball-Nationalmannschaft sind nach einem Protest bei der Asienmeisterschaft in Australien und widerrufenen Asylanträgen in den Iran zurückgekehrt. Während des Turniers sorgten sie für Aufsehen, indem sie bei der Nationalhymne demonstrativ schwiegen, was in iranischen Staatsmedien als "Verrat" bezeichnet wurde. Die australische Regierung bot dem Team an, im Land zu bleiben, woraufhin sieben Spielerinnen zunächst die Rückreise verweigerten, aber fünf zogen ihre Visumsanträge später zurück, offenbar aufgrund von Druck und Sorgen um ihre Familien im Iran.

Verbleib in Australien

Nur zwei Spielerinnen, Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh, blieben in Australien und trainieren nun beim Profiklub Brisbane Roar, während die anderen über einen komplizierten Landweg über die Türkei zurückkehrten. Die iranischen Behörden bestreiten, dass den Rückkehrerinnen Konsequenzen drohen, und lobten ihre Rückkehr als Zeichen der Standhaftigkeit. Parallel sorgt auch die iranische Männer-Nationalmannschaft für Schlagzeilen, da Unsicherheiten über ihre Teilnahme an der FIFA-WM in den USA bestehen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.