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International 24.03.2026, 14:41 Aktualisiert: 24.03.2026, 18:14

Israel plant Sicherheitszone im Südlibanon bis zum Litani-Fluss

Israel will Kontrolle über Gebiet bis zum Litani-Fluss (30 km nördlich der Grenze) übernehmen.

Wichtige Fakten

  • Israel will Kontrolle über Gebiet bis zum Litani-Fluss (30 km nördlich der Grenze) übernehmen.
  • Fünf Brücken über den Litani wurden von Israel gesprengt, um Hisbollah-Transporte zu unterbinden.
  • Über 1.000 Menschen wurden laut libanesischem Gesundheitsministerium getötet, darunter mindestens 121 Kinder.
  • Mehr als eine Million Menschen sind im Libanon vertrieben worden.
  • Hisbollah kündigt Widerstand an und bezeichnet die Pläne als existenzielle Bedrohung.

Israelische Pläne für Sicherheitszone

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat angekündigt, dass israelische Truppen eine Sicherheitszone bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren werden. Laut Katz wurden fünf Brücken über den Fluss gesprengt, die von der Hisbollah für Waffen- und Kämpfertransporte genutzt worden seien. Die israelische Armee werde nun die Kontrolle über die übrigen Brücken und das Gebiet übernehmen, das als "Sicherheitszone" bezeichnet wird. Katz verglich die Strategie mit dem Vorgehen in Gaza-Orten wie Rafah und Beit Hanoun, um eine defensive Pufferzone zu schaffen.

Reaktionen und humanitäre Lage

Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte die israelischen Angriffe als "eklatante Verletzung der Souveränität" und "kollektive Bestrafung von Zivilisten". Die mit Iran verbündete Hisbollah kündigte Widerstand gegen die Besetzungspläne an und bezeichnete sie als existenzielle Bedrohung für den Libanon. Seit der jüngsten Eskalation wurden laut libanesischem Gesundheitsministerium über 1.000 Menschen getötet, darunter mindestens 121 Kinder und 42 Gesundheitsarbeiter. Mehr als eine Million Menschen sind vertrieben worden, was zu einer Verschärfung der humanitären Krise führt.

Hintergrund und aktuelle Entwicklungen

Nach einem etwa einjährigen Krieg war im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden, die vorsah, dass sich die Hisbollah hinter den Litani-Fluss zurückzieht. Beide Seiten werfen sich jedoch regelmäßig Verstöße vor. Hunderttausende vertriebene Bewohner des Südlibanon dürfen laut israelischer Ankündigung erst zurückkehren, wenn die Sicherheit im Norden Israels gewährleistet ist. Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich forderte zudem, das Gebiet zu einer "sterilen Sicherheitszone" zu machen, was auf eine langfristige Kontrolle hindeutet.

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