Israel weist alle ausländischen Aktivisten der Gaza-Flotille aus: Weltweite Empörung über Ben-Gvir-Video
Wichtige Fakten
- • Israel hat alle 430 ausländischen Aktivisten der Gaza-Flotille abgeschoben.
- • Ein Video von Itamar Ben-Gvir zeigt gefesselte Aktivisten; internationale Kritik folgt.
- • Großbritannien, Italien und Polen haben israelische Diplomaten einbestellt.
- • Zwei italienische Aktivisten berichten von Misshandlungen durch israelische Sicherheitskräfte.
- • Premierminister Netanyahu distanziert sich von Ben-Gvirs Verhalten.
Deportation und internationaler Aufschrei
Israel hat alle ausländischen Aktivisten der sogenannten Global Sumud Flotilla, die die Gazablockade durchbrechen wollte, abgeschoben. Mehr als 430 Menschen aus über 40 Ländern waren Mitte Mai von der israelischen Marine im internationalen Gewässer westlich von Zypern aufgehalten worden. Die Festnahme erfolgte friedlich, doch später veröffentlichte der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir ein Video, das die gefesselten und am Boden knienden Aktivisten zeigt – eine Geste, die weltweit Empörung auslöste.
Diplomatische Konsequenzen
Mehrere Länder reagierten mit der Einbestellung israelischer Diplomaten. Großbritannien bestellte Israels Geschäftsträgerin ein und verurteilte das Vorgehen Ben-Gvirs scharf. Italien forderte EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir, und Polen beantragte ein Einreiseverbot für den Minister. Die USA, Frankreich, Deutschland und Irland schlossen sich der Kritik an. Sogar Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte, Ben-Gvirs Verhalten entspreche nicht den Werten Israels. Menschenrechtsorganisationen berichten von Gewalt gegen die Aktivisten; italienische Teilnehmer sprachen von Schlägen und Demütigungen, was Israel bestreitet.
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