Israels schwindender Rückhalt bei den USA
Wichtige Fakten
- • USA fordern Normalisierungsabkommen zwischen Saudi-Arabien und Israel als Bedingung für Atomdeal.
- • Experte: Israel wurde von den USA auf den zweiten Platz nach Saudi-Arabien zurückgestuft.
- • Rahm Emanuel kritisiert Israels Regierung für Handlungen seit dem 7. Oktober 2023.
- • Israel ist zunehmend international isoliert, was ein Sicherheitsrisiko darstellt.
- • Netanjahus Treffen mit Trump findet vor dem Hintergrund des Wahlkampfes statt.
Belastete Beziehung nach Iran-Krieg
Der Iran-Krieg hat das Verhältnis zwischen den USA und Israel nachhaltig verändert. In Washington wird die israelische Regierung zunehmend als Belastung wahrgenommen. Premier Netanjahu steht daher bei seinem Treffen mit Präsident Trump vor großen Herausforderungen. Besonders die Ankündigung eines Atomdeals zwischen den USA und Saudi-Arabien hat in Israel für Aufregung gesorgt, da ein nukleares Wettrüsten in der Region befürchtet wird.
Trump rudert beim Atomdeal zurück
US-Präsident Trump knüpft das Abkommen nun an die Bedingung einer Normalisierung zwischen Saudi-Arabien und Israel – ein Schritt, den Expertin Michal Yaari für unwahrscheinlich hält. Der Alleingang zeigt die veränderten Machtverhältnisse: Israel werde nach Ansicht von Sicherheitsexperte Amos Yadlin immer seltener konsultiert und sei zugunsten Saudi-Arabiens, der Türkei und Katars zurückgestuft worden.
Internationale Isolation als Sicherheitsrisiko
Rahm Emanuel, ehemaliger Stabschef von Präsident Obama, kritisierte bei einer Rede in Tel Aviv scharf die israelische Politik seit dem 7. Oktober 2023. Israels Ruf als Paria-Staat und die abnehmende Unterstützung der USA stellen laut Ex-General Giora Eiland ein ernstes Sicherheitsrisiko dar. Ob sich das Verhältnis noch verbessern lässt, könnte von einer neuen israelischen Regierung abhängen.
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