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Wirtschaft 09.07.2026, 05:04

Jackdaw-Gasfeld: Betreiber warnt vor Versorgungsnotstand im Winter

Jackdaw könnte ab Oktober 6% des britischen Gasbedarfs decken und 1,4 Mio. Haushalte versorgen.

Wichtige Fakten

  • Jackdaw könnte ab Oktober 6% des britischen Gasbedarfs decken und 1,4 Mio. Haushalte versorgen.
  • Umweltaktivisten kritisieren das Projekt wegen Klimaauswirkungen und fordern Ablehnung.
  • Die Regulierungsbehörde prüft überarbeitete Genehmigungsanträge nach Gerichtsurteil.
  • Adura-CEO sieht Risiko durch windstilles Wetter oder ausländische Bedrohungen.

Jackdaw-Gasfeld: Potenzieller Versorgungsbeitrag und rechtliche Hürden

Das Jackdaw-Gasfeld in der Nordsee könnte nach Angaben des Betreibers Adura ab dem 1. Oktober 6 % des britischen Gasbedarfs decken und 1,4 Millionen Haushalte versorgen. Der CEO Neil McCulloch warnt, dass das Vereinigte Königreich bei einer „Gasversorgungsnotlage“ aufgrund geringer Gasspeicher (nur etwa acht Tage) kaum handlungsfähig wäre. Eine solche Krise könnte durch längere windstille Perioden oder Einwirkungen „ausländischer Bedrohungsakteure“ entstehen. Allerdings hängt die Genehmigung noch von der überarbeiteten Umweltverträglichkeitsprüfung ab, die nach einem Gerichtsurteil eingereicht werden musste.

Kontroverse um Klimaauswirkungen und politische Dimension

Umweltaktivisten wie die Gruppe Uplift kritisieren das Projekt als „riesigen Verrat“ und verweisen auf Klimaschäden. Adura hingegen argumentiert, Jackdaw mache weniger als 0,02 % der jährlichen globalen Treibhausgasemissionen aus. Die britische Energiewirtschaft steht dabei vor einem grundlegenden Wandel: Die Nordseeproduktion sank von 4,5 Mio. Barrel Öläquivalent (BOE) pro Jahr (1999) auf unter 1 Mio. BOE. Gleichzeitig prognostiziert das Energy Transition Institute der Robert Gordon Universität einen Verlust von etwa 1.600 Offshore-Arbeitsplätzen pro Jahr in den nächsten zehn Jahren. Die politische Debatte wird durch Uneinigkeit innerhalb der Labour-Regierung und der schottischen SNP sowie Forderungen der Konservativen nach stärkerer Nutzung heimischer Ressourcen angeheizt.

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