Windräder im Wald: Chance für den Klimaschutz trotz Kontroversen
Wichtige Fakten
- • In Hessen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg stehen über 500 Windräder im Wald.
- • Thüringenforst hat durch Dürre und Borkenkäfer Schäden über 200 Millionen Euro.
- • 372 Windräder könnten maximal in Thüringer Vorranggebieten gebaut werden.
- • Höhere Windräder könnten für Vögel und Fledermäuse weniger gefährlich sein.
- • Erträge aus Windkraft sollen lokal in Waldpflege reinvestiert werden.
Windkraft im Wald: Potenzial für Energiewende und Waldschutz
In Hessen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg stehen über 500 Windräder im Wald, in Thüringen sind es nur vier. Das Thema ist kontrovers, da der Wald für viele einen hohen emotionalen Wert hat. Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2022 kippte das Windkraftverbot im Thüringer Wald, dennoch bleibt die Akzeptanz gering.
Finanzielle und ökologische Chancen der Windenergie
Der Staatsforst Thüringenforst erhofft sich durch Windkraft Einnahmen zur Waldsanierung (über 200 Millionen Euro Schäden durch Dürre). Auf ausgewiesenen Vorranggebieten könnten bis zu 372 Windräder gebaut werden. Moderne Anlagen werden höher, was für Vögel und Fledermäuse laut Experten weniger konfliktträchtig sein kann.
Standortkonflikte und gesellschaftlicher Konsens
Naturschutzgebiete und Erholungswälder sind von der Nutzung ausgenommen. Ein Projekt in Friedrichroda scheiterte an Anwohnerprotesten. Thüringenforst-Vorstand Ripken betont, Windkraft müsse lokal verankert werden, um Akzeptanz zu finden. Die Erträge flössen vollständig in den Waldumbau zurück – ein Modell, das auch über Thüringen hinaus relevant ist.
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