Japan senkt Tempolimit auf Nebenstraßen drastisch: Mehr Sicherheit für Fußgänger
Wichtige Fakten
- • Neues Tempolimit: 30 km/h auf Nebenstraßen ohne Mittellinie.
- • Gilt für rund 870.000 km, etwa 70% aller Straßen.
- • Fußgängermortalität unter 1% bei Tempo 30 oder weniger.
- • Zahl der Unfälle mit Kindern und Senioren blieb konstant hoch.
- • „Zone 30“ führte 2011 zu 30% weniger Tote und Schwerverletzte.
Umfassende Temporeduzierung auf Japans Nebenstraßen
In Japan gilt seit Dienstag ein neues Tempolimit von 30 km/h auf etwa 870.000 Kilometern Nebenstraßen. Diese Straßen haben keine Mittelmarkierung und sind schmaler als 5,5 Meter. Sie machen rund 70% des allgemeinen Straßennetzes aus. Ziel ist es, Fußgänger, insbesondere Kinder und ältere Menschen, besser zu schützen, da diese auf solchen Straßen überproportional häufig in schwere Unfälle verwickelt sind.
Positiver Trend bei Unfallzahlen verstärken
Obwohl die Gesamtzahl der Verkehrstoten in Japan auf einem Rekordtief liegt, sind Unfälle mit Fußgängern auf Wohnstraßen seit 2021 nahezu unverändert. Die Polizeibehörde erhofft sich durch das neue Limit ähnlich positive Effekte wie bei der Einführung von „Zone-30“-Bereichen im Jahr 2011, die zu einem Rückgang der Todesfälle und schweren Verletzungen um 30% führten.
Statistischer Zusammenhang zeigt Wirksamkeit
Daten der Polizei zeigen, dass die Sterblichkeitsrate bei Fußgängerunfällen bei Fahrzeuggeschwindigkeiten von 30 km/h oder weniger unter einem Prozent liegt. Bei Geschwindigkeiten zwischen 50 und 60 km/h steigt sie auf 17,4 Prozent an, was die Notwendigkeit der Geschwindigkeitsreduzierung untermauert.
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