Jugendclubs im Wandel: Wie sie im Social-Media-Zeitalter relevant bleiben
Wichtige Fakten
- • Kommunale Ausgaben für Jugendarbeit in England seit 2010 um 73% gesunken.
- • Über 1000 kommunale Jugendzentren in England seit 2010 geschlossen.
- • Vollzeit-Jugendarbeiter in England 2023-24 um 34% weniger als 2012-13.
- • Jugendclubs können Kriminalität um bis zu 13% reduzieren.
- • 82% der Kommunalförderung fließen in späte Intervention, nicht Prävention.
Herausforderung: Jugendclubs schließen massenhaft
Jugendclubs in England und Wales kämpfen ums Überleben. Die Kommunalausgaben für Jugendarbeit sind seit 2010 um 73% gesunken, über 1000 kommunale Jugendzentren wurden geschlossen. Auch die Zahl der Vollzeit-Jugendarbeiter ist massiv zurückgegangen. Viele unabhängige Einrichtungen überleben nur mit Ehrenamtlichen und kurzfristigen Fördergeldern. Der Gründer von Romalandia in Bradford, einem Zentrum für Roma-Jugendliche, berichtet von ständigem Druck, Fördermittel zu akquirieren.
Relevanz durch innovative Konzepte
Traditionelle Jugendclubs sind bei der Gen Z verpönt. Sie wünschen sich „Räume zum Abhängen“ mit Musikstudios, Gaming und Podcasting, wie Projekte in Bradford und Essex zeigen. Junge Besucher nennen die Orte „Kulturzentren“ oder „Treffpunkte“
Gemeinschaft als Erfolgsfaktor
Langfristig erfolgreiche Einrichtungen wie das Lambton Street Youth Centre in Sunderland (seit 1901 ) verwurzeln sich tief in der Community und rekrutieren viele Freiwillige aus ihrer Nutzerschaft. Experten betonen, frühe Intervention sei kosteneffizienter und wirksamer als späte Eingriffe. Der Youth Endowment Fund plädiert für mehr Vertrauenspersonen statt bloßer Einrichtungen - die Jugend müsse sich gesehen und aufgehoben fuhlen.
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