Kaiserpinguin und Antarktischer Seebär als gefährdet eingestuft
Wichtige Fakten
- • IUCN stuft Kaiserpinguin als "gefährdet" ein.
- • Population seit 2009 um 10 Prozent gesunken.
- • Klimawandel verursacht Verlust von Meereis.
- • Antarktischer Seebär-Bestand seit 1999 halbiert.
- • Bis 2080 könnte Pinguin-Population sich halbieren.
IUCN stuft Kaiserpinguin und Antarktischen Seebär als gefährdet ein
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat den Kaiserpinguin und den Antarktischen Seebär aufgrund des Klimawandels offiziell als "gefährdet" eingestuft. Dies teilte die Organisation anlässlich der Aktualisierung ihrer Roten Liste bedrohter Arten mit. Die Population der Kaiserpinguine ist von 2009 bis 2018 um zehn Prozent zurückgegangen und wird auf etwa 180.000 Tiere geschätzt.
Klimawandel als Hauptbedrohung für Lebensraum
Der Hauptgrund für die Gefährdung ist der Verlust von Meereis, das für Kaiserpinguine als Lebensraum für Küken und während der Mauserzeit essenziell ist. Bricht das Eis zu früh, stürzen Brutkolonien ins Meer und ertrinken. Beim Antarktischen Seebär führen steigende Meerestemperaturen und schrumpfende Eismassen dazu, dass ihre Nahrung, Krillkrebse, in tiefere Ozeanschichten abwandert, was die Futtersuche erschwert.
Prognose für die Zukunft
Die IUCN geht davon aus, dass sich die Zahl der Kaiserpinguine ohne einschneidende Reduktionen der Treibhausgasemissionen bis 2080 halbieren könnte. Bis Ende des Jahrhunderts könnten sogar 90 Prozent der Kaiserpinguin-Kolonien ausgestorben sein. Der Antarktische Seebär, dessen Bestand sich zwischenzeitlich von der Bejagung erholt hatte, ist seit 1999 um mehr als 50 Prozent zurückgegangen.
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