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Politik 20.07.2026, 08:41 Aktualisiert: 20.07.2026, 15:02

Zehntausende protestieren in Delhi gegen Bildungsministerium

Protest am 20.07.2026: Polizei setzt Schlagstöcke und Tränengas ein.

Wichtige Fakten

  • Protest am 20.07.2026: Polizei setzt Schlagstöcke und Tränengas ein.
  • Gründer Abhijeet Dipke kurzzeitig festgenommen, bestreitet Polizei jedoch.
  • Aktivist Sonam Wangchuk nach 21 Tagen Hungerstreik ins Krankenhaus gebracht.
  • Zwei Vertreter der CJP treffen Gesundheitsminister JP Nadda, ohne Ergebnis.

Höhepunkt der Bildungsproteste in Delhi

In Neu-Delhi sind am Montag, dem 20. Juli 2026, Zehntausende bei einer der größten Protestkundgebungen der letzten Jahre gegen die Regierung von Premierminister Narendra Modi auf die Straße gegangen. Organisiert von der Cockroach Janta Party (CJP), die ihren Ursprung einem verächtlichen Vergleich des Obersten Richters mit Kakerlaken verdankt, fordern sie den Rücktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan. Der Auslöser sind erneute Lecks bei Aufnahmeprüfungen für das Medizinstudium, welche die Krise des Bildungssystems symbolisieren.

Polizeiliches Vorgehen und zivile Widerstände

Nach einer Verbotsverfügung der Delhi-Polizei für den Protestmarsch kam es zu Ausschreitungen, als die Teilnehmenden versuchten, Barrikaden zum Parlamentsviertel zu durchbrechen. Beamte setzten Schlagstöcke und Tränengas gegen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein, die unter den Parolen gegen die Regierung ausharrten. Mindestens zehn Verletzte wurden durch freiwillige Ärzte behandelt. Der Parteigründer Abhijeet Dipke war vorübergehend festgenommen worden, was von der Polizei jedoch dementiert wurde.

Forderungen und Ausweitung der Bewegung

Die Initiative, die sich in den sozialen Medien rasant verbreitet hat, schöpft innerhalb weniger Tage über 21 Millionen Follower. Ihre Kernforderung umfasst Bildungsreformen und die Absetzung des Bildungsministers. Nach dem Treffen zweier CJP-Sprecher mit Gesundheitsminister JP Nadda bleibt die Regierung hinter unverbindlichen Zusagen zurück. Die angespannte Situation wurde durch den Hungerstreik des Aktivisten Sonam Wangchuk weiter verstärkt, der am Wochenende gewaltsam in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.

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