Kanada weist Asylsuchende trotz Gerichtsurteil in die USA zurück
Wichtige Fakten
- • Ehepaar aus Honduras floh vor Bandengewalt 2021 nordwärts.
- • Kanada wies sie unter dem STCA in die USA zurück.
- • Mutter ohne Familie in Kanada wurde abgewiesen.
- • Familie wurde in die USA abgeschoben und zurück nach Honduras deportiert.
- • Anwälte klagen, Schutzklauseln würden nicht angewendet.
Hintergrund des Falls
Ein Ehepaar aus Honduras mit Kleinkind floh 2021 vor Bandengewalt in die USA. Nachdem sie dort aufgrund von Trumps Migrationspolitik keinen Asylantrag stellen konnten, reisten sie weiter nach Kanada. An der Grenze wurde der Ehemann mit seinem Sohn eingelassen, die Ehefrau jedoch aufgrund des Safe Third Country Agreement (STCA) zurückgewiesen. Die Familie entschied sich, gemeinsam in die USA zurückzukehren und wurde von dort nach Honduras abgeschoben.
Rechtliche Auseinandersetzung
Der Kanadische Flüchtlingsrat und Amnesty International reichten Klage ein. Sie argumentieren, die im STCA vorgesehenen Schutzklauseln würden praktisch nicht angewendet. Die kanadische Regierung verteidigt die USA als sicher. 2023 hatte der Oberste Gerichtshof Kanadas das STCA für verfassungskonform erklärt, aber auf die Möglichkeit von Ausnahmen hingewiesen. Die Kläger führen an, Asylsuchende erhielten keine Information über solche Ausnahmen.
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