Kenia erwirkt Amnestie für Bürger, die für Russland in der Ukraine kämpften
Wichtige Fakten
- • 252 Kenianer wurden illegal für Russlands Krieg in der Ukraine rekrutiert.
- • 44 Kenianer wurden sicher repatriiert, 11 gelten als vermisst oder tot.
- • Kenia und Russland vereinbarten ein Ende weiterer Rekrutierungen.
Amnestie und Repatriierung
Kenia gewährt Amnestie für Bürger, die illegal für Russland im Krieg gegen die Ukraine kämpften. Laut Außenminister Musalia Mudavadi wurden 252 Kenianer in den letzten sechs Monaten rekrutiert, oft mit falschen Versprechen gut bezahlter Jobs. Bisher wurden 44 sicher repatriiert, während 11 vermisst oder getötet und 38 in russischen Krankenhäusern behandelt werden.
Diplomatische Verhandlungen
Mudavadi verhandelte in Moskau mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow ein Abkommen, das die Freilassung unwilliger Kämpfer ermöglicht. Russland setzte Kenia auf eine "Stop-Liste", um weitere Rekrutierungen zu verhindern. Beide Länder planen Kooperationen zur Bekämpfung von Menschenhandel und illegaler Anwerbung.
Rechtliche und internationale Dimension
Nach kenianischem Recht ist die Rekrutierung für fremde Armeen illegal und kann mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden. Ähnliche Fälle wurden aus anderen afrikanischen Ländern wie Südafrika gemeldet, wo ebenfalls Bürger repatriiert wurden. Ukrainische Geheimdienste schätzen, dass über 1.700 Menschen aus 36 afrikanischen Ländern für Russland kämpfen.
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