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International 29.05.2026, 05:44 Aktualisiert: 29.05.2026, 12:01

Ebola-Ausbruch: Kenia stoppt US-Quarantänepläne per Gerichtsbeschluss

Über 1000 bestätigte und vermutete Ebola-Fälle im Kongo.

Wichtige Fakten

  • Über 1000 bestätigte und vermutete Ebola-Fälle im Kongo.
  • Kenias High Court stoppt US-Isolationszentrum für Ebola-Patienten.
  • Staatssekretär Rubio verspricht 13,5 Millionen US-Dollar für Kenia.
  • Fünf Ärzte und Pfleger in Ituri gestorben; Misstrauen behindert Bekämpfung.
  • Keine Behandlung für Bundibugyo-Ebola-Stamm; Impfstoff in Entwicklung.

Ebola breitet sich aus – Internationale Reaktionen gemischt

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo hat laut kongolesischen Behörden zu über 900 Infektion und mindestens 220 Todesfällen geführt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt 10 von 223 Toten in Ituri. Die wahren Zahlen könnten deutlich höher liegen. Der Ausbruch in der konfliktreichen Region breitet sich auch nach Uganda aus, wo ein Todesfall und sechs weitere Fälle registriert wurden.

USAID-Kürzungen erschweren Ebola-Bekämpfung

Seit Donald Trump die USAID-Mittel massiv kürzte, ist die Gesundheitsinfrastruktur vor Ort zusammengebrochen. Mediziner warnen vor fehlenden Handschuhen, Masken und Medikamenten. Das Misstrauen der Bevölkerung verschärft die Lage: Viele glauben nicht an das Virus oder greifen Kliniken an. Ein Brandanschlag auf ein Ebola-Zentrum in Rwampara zeigt die Wut der Trauernden, denen sichere Bestattungen verweigert wurden.

Kenianisches Gericht stoppt US-Pläne

Die USA wollten in Kenia ein 50-Betten-Isolationszentrum für infizierte amerikanische Bürger einrichten – ohne Absprache mit der kenianischen Regierung. Ein Gericht in Nairobi untersagte dies nun vorläufig. Die kenianische Ärztegewerkschaft KMPDU sprach von einer Apartheid im Gesundheitswesen und drohte mit Streiks. Präsident Ruto betonte die Notwendigkeit regionaler Kooperation. US-Außenminister Rubio sicherte 13,5 Millionen Dollar für Kenias Vorsorge zu.

WHO-Chef appelliert: Waffenruhe nötig

WHO-Chef Tedros traf in Kinshasa ein und bat die Konfliktparteien in Ituri um Waffenstillstand. „Kein Konflikt rechtfertigt totkranke Unschuldige“, wird er vom Guardian zitiert. Ein Impfstoff der Universität Oxford könnte in zwei Monaten in klinischen Studien sein; die Sterblichkeitsrate liegt bei 24,6 Prozent.

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