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KI als Psycho-Coach bei Depressionen: Chancen und Risiken für junge Menschen
69% der jungen Depressionsbetroffenen nutzen KI-Chatbots.
Wichtige Fakten
- • 69% der jungen Depressionsbetroffenen nutzen KI-Chatbots.
- • 75% fühlten sich nach KI-Gesprächen gestärkt.
- • 53% dachten häufiger an Selbstverletzung oder Suizid.
- • 65% spürten Nähe und Verbundenheit mit der KI.
- • Psychiater warnen vor Ersatz für ärztliche Diagnose.
KI-Nutzung bei jungen Depressionsbetroffenen weit verbreitet
Immer mehr junge Menschen wenden sich bei Depressionen an Künstliche Intelligenz wie ChatGPT. Eine Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention unter 2.500 jungen Menschen zwischen 16 und 39 Jahren zeigt, dass 69 % der Teilnehmenden mit diagnostizierter Depression bereits Chatbots für Gespräche über psychische Probleme genutzt haben. 35 % sprachen direkt über ihre Depression.Positive Erfahrungen überwiegen bei vielen
Überraschend häufig waren die Rückmeldungen positiv: 75 % der Depressionsbetroffenen gaben an, gestärkt aus den Unterhaltungen hervorgegangen zu sein, 65 % spürten Nähe und Verbundenheit, und 79 % bewerteten die Gespräche als tiefgehend. Zwei Drittel derjenigen, die bereits in Psychotherapie waren, empfanden den Austausch mit der KI als genauso gut oder besser als mit menschlichen Therapeuten.Experten warnen vor Risiken und Vernachlässigung von Therapie
Trotz positiver Erfahrungen berichteten 53 %, dass sie nach KI-Kontakten häufiger an Selbstverletzung oder Suizid dachten. Ulrich Hegerl von der Deutschen Depressionshilfe und der Vorstandsvorsitzende der Stiftung warnt davor, KI als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder Behandlung zu nutzen. Er fordert große Studien zur Risiko-Nutzen-Abwägung. Die 24-jährige Nutzerin Angelina weist auf die Gefahr hin, sich in Grübeleien zu verlieren und Freunde oder Familie zu vernachlässigen.Das könnte Sie auch interessieren
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