Klimawandel belastet deutsche Wirtschaft zunehmend
Wichtige Fakten
- • Bis 2050 könnten Klimaschäden in Deutschland 280-900 Milliarden Euro betragen.
- • Extremwetter sind laut WEF das größte globale Risiko der nächsten zehn Jahre.
- • Hitze Ende Juni 2026 kostete die deutsche Wirtschaft geschätzt 6,3 Milliarden Euro.
- • Die Bahn investierte 2024 rund 260 Millionen Euro in Präventionsmaßnahmen.
- • Hitzebedingte Störungen der Bahn-Stromversorgung legten Weichen lahm.
Steigende Kosten durch Extremwetter
Die Folgen des Klimawandels belasten die deutsche Wirtschaft immer stärker. Unternehmen wie der Schokoladenhersteller Ritter Sport, Jacobs Kaffee und der Outdoorausrüster Vaude berichten von Produktionsproblemen, Rohstoffverknappungen und steigenden Kosten durch Hitze, Dürren und Überflutungen. Laut Prognos kostete die Hitzewelle Ende Juni 2026 die Wirtschaft rund 6,3 Milliarden Euro.
Infrastruktur betroffen
Die Deutsche Bahn beziffert die Flutschäden von 2021 auf 1,3 Milliarden Euro und investiert jährlich Millionen in Prävention, zum Beispiel Forstarbeiten. Containerlogistiker Contargo leidet unter Niedrigwasser am Rhein und investiert in spezielle Schiffe Ökonomin Claudia Kemfert vom DIW beziffert die möglichen Gesamtschäden bis 2050 auf 280 bis 900 Milliarden Euro.
Aktuelle Hitzewelle und Risikobewertung
Das Weltwirtschaftsforum stuft Extremwetter als größtes globales Risiko der kommenden Dekade ein, noch vor geopolitischen Konflikten. Die Wissenschaftsinitiative World Weather Attribution bestätigt den menschengemachten Beitrag zu solchen Ereignissen. Unternehmen und Verbände fordern mehr Klimaschutz, denn wie Vaude-Chefin von Dewitz sagt: Klimaschu bringe letztlich geringere Kosten als Anpassung.
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