Klimawandel verdreifacht Risiko für tödliche Waldbrände in Patagonien
Wichtige Fakten
- • Waldbrände töteten 23 Menschen in Chile, zerstörten über 1.000 Häuser.
- • Klimawandel verdreifachte Wahrscheinlichkeit der extremen Brandbedingungen.
- • Regenmenge in betroffenen Regionen um 20-25% geringer durch Emissionen.
- • Alte Alerce-Bäume (bis 3.000 Jahre alt) in Nationalpark beschädigt.
- • Nicht-einheimische Baumplantagen erhöhten Brandrisiko in Chile.
Zusammenfassung
Eine Studie des World Weather Attribution (WWA)-Konsortiums zeigt, dass der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für die extremen Bedingungen, die zu verheerenden Waldbränden in Chile und Argentinien im Januar führten, etwa verdreifacht hat. Die Brände in den chilenischen Regionen Biobío und Ñuble forderten 23 Todesopfer, zerstörten mehr als 1.000 Häuser und zwangen 52.000 Menschen zur Flucht. In Argentinien betrafen die Feuer den UNESCO-geschützten Los Alerces Nationalpark in Patagonien, der uralte Alerce-Bäume beherbergt, die über 3.000 Jahre alt werden können.
Hintergründe und Auswirkungen
Die Forscher führen die erhöhte Brandgefahr auf menschgemachte CO2-Emissionen zurück, die zu deutlich trockeneren Sommern in der Region führen – mit 25% weniger Regen in Chile und 20% weniger in Patagonien. Zusätzlich verschärft wurde die Situation in Chile durch nicht-einheimische Baumplantagen, die besonders feueranfällig sind und nahe an Siedlungen liegen. In Argentinien könnten Budgetkürzungen bei den Brandschutzdiensten unter der Regierung von Javier Milei, die die Klimakrise als „sozialistische Lüge“ bezeichnet, die Schäden verstärkt haben. Die Wissenschaftler betonen, dass solche Extremwetterereignisse weiter zunehmen werden, solange fossile Brennstoffe verbrannt werden.
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