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International 27.04.2026, 04:30 Aktualisiert: 27.04.2026, 10:01

König Charles reist trotz Sicherheitsbedenken und Kritik in die USA

Der König und Camilla beginnen am Montag den viertägigen Staatsbesuch.

Wichtige Fakten

  • Der König und Camilla beginnen am Montag den viertägigen Staatsbesuch.
  • Trump verspricht Sicherheit, nachdem Schüsse ein Abendessen trafen.
  • Besuch soll nach engen Sicherheitsgesprächen weitgehend planmäßig stattfinden.
  • 44 Prozent der Briten lehnen den Besuch laut Umfrage ab.
  • König Charles spricht am Dienstag vor dem US-Kongress.

Hintergrund des Besuchs

Die Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA stecken nach wie vor in einer tiefen Krise. Grund sind unter anderem Trumps Iran-Krieg und seine wiederholten Spottreden über die britische Armee. Trotz Kritik – eine Umfrage zeigt 44 Prozent Ablehnung in der Bevölkerung – reisen König Charles III. und Königin Camilla zu einem viertägigen Staatsbesuch in die USA. Der Besuch war ursprünglich als Gegenbesuch zu Trumps September-Reise 2025 geplant, die zunächst als diplomatischer Erfolg galt. Heute sehen viele Beobachter den Staatsbesuch als Versuch, die beschädigte „besondere Beziehung“ zu kitten. Der britische Botschafter betont, es gehe um die Erneuerung einer einzigartigen Freundschaft.

Sicherheitslage und Absicherung

Der Besuch wird durch ein Schussattentat auf das Korrespondentenessen in Washington am vergangenen Samstag überschattet, bei dem Trump evakuiert wurde. Trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen bestätigen das Weiße Haus und Buckingham Palace, dass der Besuch weitgehend unverändert stattfindet. Trump selbst erklärte, der König werde „sehr sicher“ sein, die Sicherheit im Weißen Haus sei gewährleistet. Der Secret Service setzte zudem ein neues Sicherheitsprotokoll um. König Charles und Camilla sprachen Trump nach dem Vorfall privat ihr Mitgefühl aus.

Diplomatische Wette und schwieriger Balanceakt

Höhepunkt des Besuchs wird die Rede von Charles vor dem US-Kongress am Dienstag sein, bei der er einen schwierigen Balanceakt zwischen diplomatischen Floskeln und klaren Worten zu aktuellen Konflikten meistern muss. Ein Treffen mit Epstein-Opfern, gefordert von Kritikern, schließt der Palast kategorisch aus. Die politische Tragweite des Besuchs wird durch unterschiedliche Reaktionen in Londons Parteienspektrum deutlich: Während die Konservativen und Reform UK ihn befürworten, fordern Liberaldemokraten und Grüne weiterhin eine Absage oder eine kritischere Haltung gegenüber Washington.

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