König Charles III. in Washington: Staatsbesuch unter Hochspannung
Wichtige Fakten
- • König Charles und Camilla am Montag im Weißen Haus angekommen.
- • Schussattentat auf Trump bei Korrespondentenessen überschattet Besuch.
- • Beziehungen USA-Großbritannien aufgrund Trumps Iran-Krieg belastet.
- • Trifft sich Trump und Charles nicht mit Epstein-Opfern.
- • Charles hält Rede vor Kongress und trifft Überlebende des 11. Septembers.
Ankunft in Washington
König Charles III. und Königin Camilla sind am Montag in den USA eingetroffen, um einen viertägigen Staatsbesuch zu absolvieren. Es ist der erste Staatsbesuch eines britischen Monarchen seit 2007. Am Weißen Haus wurden sie von Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump empfangen, es gab Händeschütteln, Fotos und eine private Teestunde. Anschließend besichtigten sie den erweiterten Bienenstock im Garten und ein Gartenfest in der britischen Botschaft. Der Besuch fällt in eine Zeit erheblicher Spannungen zwischen den beiden Ländern und erfolgt nur zwei Tage nach einem Attentat auf Trump beim Korrespondentenessen.
Schwierige diplomatische Lage
Die Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA sind so angespannt wie lange nicht mehr. Auslöser ist vor allem Trumps Iran-Politik, bei der Premier Keir Starmer eine Beteiligung verweigerte. Trump verspottete Starmer mehrfach öffentlich und bezeichnete ihn als „nicht Winston Churchill“. Zudem sorgten geleakte Pentagon-Diskussionen über die britische Souveränität über die Falkland-Inseln für Unruhe. In Großbritannien lehnten Umfragen zufolge 44 Prozent der Bevölkerung den Besuch ab, nur 35 Prozent waren dafür. Dennoch lehnte der Palast eine Absage ab; Regierung und König hoffen auf eine entspannende Wirkung der royalen Präsenz.
Der Epstein-Schatten und das Attentat
Ein weiterer neuralgischer Punkt ist die anhaltende Debatte um Prinz Andrews Verbindungen zu Jeffrey Epstein. Der Demokrat Ro Khanna fordert eine Begegnung des Königs mit Epstein-Überlebenden, doch der Palast schließt ein solches Treffen mit Verweis auf laufende Ermittlungen aus. Königin Camilla hatte laut Medien Interesse an einem Treffen gezeigt, die Finalentscheidung des Palastes fiel zwei Wochen vor Reisebeginn. Am Samstag erschütterte erneut ein Attentat die Hauptstadt: Ein 31-jähriger Schütze eröffnete aus nächster Nähe auf Trump, der unverletzt blieb. Der Täter, bewaffnet mit einem Sturmgewehr, war vorher mit dem Zug aus LA angereist.
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