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International 28.04.2026, 00:46 Aktualisiert: 28.04.2026, 08:01

König Charles III. in den USA: Gipfeltreffen trotz Spannungen

Ankunft auf der Andrews Air Force Base mit militärischen Ehren.

Wichtige Fakten

  • Ankunft auf der Andrews Air Force Base mit militärischen Ehren.
  • Empfang durch Trump im Weißen Haus, Besichtigung eines Bienenstocks.
  • Rede vor dem US-Kongress am Dienstag, zweite eines Monarchen.
  • Gartenparty mit über 600 Gästen in der britischen Botschaft.
  • Besuch in New York mit Gesprächen zu 9/11 und Rettungskräften.

Ankunft und Empfang beim US-Präsidenten

Der britische König Charles III. und Königin Camilla sind zu einem viertägigen Staatsbesuch in den USA eingetroffen, dem ersten eines britischen Monarchen seit 2007. Sie landeten auf der Andrews Air Force Base in Maryland und wurden von US-Präsident Donald Trump und seiner Frau Melania am Südeingang des Weißen Hauses empfangen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren aufgrund eines Schusswaffenangriffs in Washington am Samstag besonders strikt. Nach Tee im Grünen Salon besichtigte das Paar einen neuen Bienenstock in Bienenstock-Form des Weißen Hauses.

Rede vor dem Kongress

Am Dienstag wird Charles vor beiden Kammern des US-Kongresses sprechen. Es ist die erste Rede eines Monarchen seit der seiner Mutter 1991. Dabei soll er den bevorstehenden 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit sowie die Notwendigkeit betonen, in Zeiten internationaler Herausforderungen demokratische Werte zu verteidigen – etwa durch NATO-Unterstützung und den Schutz der Ukraine. Er wird die langjährigen Beziehungen zwischen beiden Ländern hervorheben und trotz der jüngsten Spannungen zur Aussöhnung aufrufen.

Gartenparty und diplomatische Signale

Bei einer Gartenparty in der britischen Botschaft traf Camilla unter anderem mit Überlebenden von häuslicher Gewalt zusammen. Sie trug eine Brosche, die die britische und US-amerikanische Flagge vereinte und ein Geschenk an Queen Elizabeth II. von 1957 war. Geliefert wurden auch die ersten zollfreien britischen Rindfleischimporte nach einem kürzlich ausgehandelten Abkommen. Die königliche Reise umfasst zudem Besuche in New York zu Gesprächen mit Rettungskräften und Angehörigen der 9/11-Opfer. Ein Treffen mit Epstein-Opfern wurde wegen laufender Ermittlungen abgelehnt.

Diplomatische Balanceakte

Die Reise erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem US-Präsident Trump den britischen Premier Keir Starmer wegen seiner Weigerung, sich am Iran-Konflikt zu beteiligen, scharf kritisiert hat. Trump drohte zudem mit der Aufkündigung von Handelsabkommen. Charles' Rede wird voraussichtlich mild auf diese Spannungen eingehen und die Stärke der transatlantischen Allianz betonen.

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