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Politik 28.04.2026, 04:11 Aktualisiert: 28.04.2026, 06:01

Palantir-Chef provoziert mit Techno-Faschismus-Manifest

Palantir-CEO Alex Karp veröffentlicht Manifest mit 22 Thesen.

Wichtige Fakten

  • Palantir-CEO Alex Karp veröffentlicht Manifest mit 22 Thesen.
  • Kritiker werfen Karp Techno-Faschismus vor.
  • Karp fordert KI-Waffen und kulturelle Hierarchie des Westens.
  • Manifest passt zu Palantirs Geschäft mit Militär und Polizei.

Manifest von Palantir-Chef sorgt für Kontroversen

Das Manifest von Palantir-CEO Alex Karp, das auf X veröffentlicht wurde, hat über 35 Millionen Aufrufe und 33.000 Likes erzielt. Kernaussagen sind eine moralische Schuld des Silicon Valley gegenüber den USA, KI-basierte Abschreckung in einer neuen Ära und eine kulturelle Hierarchie, die den Westen vor schädlichen Kulturen schützen soll. Kritiker wie der Ökonom Yanis Varoufakis und Technologie-Philosoph Mark Coeckelbergh sehen darin „Techno-Faschismus“: eine Ideologie, die technologische Eliten als politische Autoritäten etabliert und demokratische Prozesse durch digitale Infrastrukturen ersetzt.

Geschäftsinteressen hinter dem Manifest

Das Manifest ist eng mit Palantirs Geschäftsmodell verflochten. Das KI-System Maven, das Militärdaten analysiert, soll zum dauerhaften Pentagon-Programm werden. Das Pentagon beantragte über 54 Milliarden Dollar für autonome Kriegsführung im Haushaltsplan 2027. Palantir erzielte 2025 bereits 1,85 Milliarden Dollar Umsatz mit der US-Regierung, unter anderem mit der Einwanderungsbehörde ICE, das die KI-Plattform ImmigrationOS nutzt. Kritiker befürchten den Aufbau eines Massenüberwachungsökosystems. Das Manifest wird als „Sales Pitch“ für Palantirs Technologie bei Militär und Polizei interpretiert.

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