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Wirtschaft 16.02.2026, 14:36 Aktualisiert: 16.02.2026, 18:11

KPMG-Partner wegen KI-Cheating bei internen Prüfungen bestraft

KPMG-Partner in Australien wegen KI-Nutzung bei Prüfung mit 10.000 A$ bestraft.

Wichtige Fakten

  • KPMG-Partner in Australien wegen KI-Nutzung bei Prüfung mit 10.000 A$ bestraft.
  • Über zwei Dutzend KPMG-Mitarbeiter in Australien seit Juli beim KI-Cheating erwischt.
  • Firma nutzte eigene KI-Erkennungstools, um Betrug aufzudecken.
  • Große Wirtschaftsprüfungsgesellschaften kämpfen mit neuen Betrugsmöglichkeiten durch KI-Tools.
  • ACCA in UK verlangt nun Präsenzprüfungen wegen KI-Betrugsrisiken.

Bestrafung und Ausmaß

Ein Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Australien wurde mit einer Geldstrafe von 10.000 australischen Dollar (etwa 5.200 Pfund) bestraft, weil er künstliche Intelligenz (KI) genutzt hat, um bei einem internen KI-Trainingskurs zu betrügen. Laut Unternehmensangaben wurden seit Juli mehr als zwei Dutzend KPMG-Mitarbeiter in Australien dabei erwischt, KI-Tools bei internen Prüfungen einzusetzen. KPMG setzte dabei eigene KI-Erkennungstools ein, um den Betrug aufzudecken.

Hintergrund und Reaktionen

Große Wirtschaftsprüfungsfirmen wie KPMG sehen sich in den letzten Jahren mit Betrugsskandalen konfrontiert; bereits 2021 wurde KPMG Australien wegen „weitverbreiteten“ Fehlverhaltens bei Tests bestraft. KI-Tools haben neue Möglichkeiten für Regelverstöße eröffnet, was Organisationen wie die britische ACCA veranlasst hat, Präsenzprüfungen für angehende Wirtschaftsprüfer einzuführen, um KI-Cheating zu verhindern. KPMG betont, dass man Maßnahmen zur Identifizierung von KI-Missbrauch ergriffen hat und die Situation überwacht, während gleichzeitig die Nutzung von KI im Arbeitsalltag gefördert wird.

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