Tod eines Rechtsextremisten in Lyon schürt politische Polarisierung in Frankreich
Wichtige Fakten
- • Neun Personen, darunter ein parlamentarischer Assistent der linksradikalen Partei LFI, wurden festgenommen.
- • Der 23-jährige Rechtsextremist Quentin Deranque starb nach einer schweren Prügelei mit mutmaßlich linken Aktivisten.
- • Die Gewalt ereignete sich am Rande einer Konferenz der LFI-Europaabgeordneten Rima Hassan in Lyon.
- • Innenminister Laurent Nuñez macht die linksextreme 'Jeune Garde Antifasciste' für den Tod verantwortlich.
- • Die LFI weist alle Vorwürfe der politischen Mitverantwortung entschieden zurück.
Vorfall und Ermittlungen
Der Tod des 23-jährigen rechtsextremen Aktivisten Quentin Deranque in Lyon hat in Frankreich zu heftigen politischen Debatten geführt. Der Student wurde bei einer Schlägerei mit mutmaßlich linksautonomen Personen so schwer verletzt, dass er wenige Tage später im Krankenhaus starb. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Festnahme von neun Tatverdächtigen, darunter ein parlamentarischer Assistent des linksradikalen LFI-Abgeordneten Raphaël Arnault. Laut Ermittlern schlugen mindestens sechs maskierte Personen auf Deranque ein, was zu tödlichen Kopfverletzungen führte.
Politische Kontroverse
Die Gewalt ereignete sich am Rande einer Konferenz der LFI-Europaabgeordneten Rima Hassan, gegen die die neurechte Bewegung Némésis protestierte. Innenminister Laurent Nuñez und andere Regierungsvertreter machen die linksextreme 'Jeune Garde Antifasciste' für den Tod verantwortlich und sehen eine politische Mitverantwortung der LFI. Die Partei weist diese Vorwürfe als 'erlogen' zurück und betont, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben. LFI-Koordinator Manuel Bompard und Abgeordneter Éric Coquerel kritisieren die politische Vereinnahmung der Tragödie als demokratisch riskant.
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