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Gesellschaft 07.04.2026, 12:15 Aktualisiert: 07.04.2026, 16:29

Krankenkassen-Chef fordert höhere Steuern auf Alkohol und Tabak

GKV-Chef Oliver Blatt befürwortet Steuererhöhungen auf Tabak und Alkohol.

Wichtige Fakten

  • GKV-Chef Oliver Blatt befürwortet Steuererhöhungen auf Tabak und Alkohol.
  • Expertenkommission schlägt Reformen mit 42 Mrd. Euro Volumen vor.
  • Finanzlücke von 15 Mrd. Euro wird für 2027 in der GKV erwartet.
  • Blatt kritisiert Drohungen der Ärzte bei Honorarkürzungen als unangemessen.
  • Zahl der Krankenkassen könnte in zehn Jahren reduziert sein.

Zusammenfassung

Oliver Blatt, Chef des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), unterstützt höhere Steuern auf Tabak und Alkohol, um die Finanzierungslücke im Gesundheitssystem zu schließen. Er argumentiert, dass teurere Genussmittel kostspielige Folgeerkrankungen reduzieren könnten. Diese Vorschläge stammen aus einer Expertenkommission mit 66 Empfehlungen im Wert von 42 Milliarden Euro, wobei für 2027 eine Finanzlücke von 15 Milliarden Euro in der GKV erwartet wird. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) prüft nun die Umsetzung.

Weitere Details

Blatt begrüßt auch eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke und die Pflicht zur Zweitmeinung vor teuren Operationen. Allerdings lehnt er andere Vorschläge wie die Streichung der beitragsfreien Mitversicherung für Ehegatten ab, da er dort geringeres Einsparpotenzial sieht. Kritik übt er an Drohungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, bei Honorarkürzungen weniger Termine anzubieten. Zudem deutet er an, dass die Zahl der Krankenkassen in Zukunft sinken könnte, da bereits wirtschaftliche Zusammenschlüsse geprüft werden.

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