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Politik 02.05.2026, 00:00 Aktualisiert: 02.05.2026, 08:04

Kritik an Australiens neuen Umweltstandards: Umweltschützer warnen vor Verwässerung

Umweltschützer kritisieren neue Artenschutzstandards als zu schwach.

Wichtige Fakten

  • Umweltschützer kritisieren neue Artenschutzstandards als zu schwach.
  • Entwickler müssen Ziele nicht direkt erreichen, sondern nur Prinzipien folgen.
  • Kommentatoren befürchten keine Trendwende beim Artenschutz.
  • Regierung verspricht mehr Klarheit bei Genehmigungen.

Kritik an neuen Umweltstandards

Umweltschutzorganisationen werfen der australischen Regierung vor, die geplanten nationalen Umweltstandards zur Rettung bedrohter Arten und Ökosysteme zu verwässern. Ende November hatte das Parlament eine Reform des Umweltrechts verabschiedet, deren Kern die neuen Standards bilden. Ein aktueller Entwurf für besonders schützenswerte Gebiete wie das Great Barrier Reef und Lebensräume bedrohter Arten sieht Umweltgruppen zufolge nicht mehr vor, dass Entwickler konkrete Umweltziele nachweisen müssen. Stattdessen reiche es, wenn sie bestimmten Prinzipien und Abläufen folgen. Die Wilderness Society bezeichnete den Entwurf als Rückschritt, der Arten nicht vor dem Aussterben bewahre. WWF-Australien und der Australian Conservation Foundation attestieren den Plänen eine Abschwächung.

Regierung wirbt um Klarheit

Die Regierung betont dagegen, die Standards würden für mehr Transparenz bei Genehmigungen sorgen. Die Biodiversitätsrat warnte hingegen, die Regierung setze nur auf „Goldsterne für Bemühungen“, auch wenn die Ergebnisse schlecht seien. Zugleich kündigte Premierminister Anthony Albanese an, mit 45 Millionen Dollar die Länder zu unterstützen, um selbst Entscheidungen über Bundesgenehmigungen zu treffen und Verfahren zu beschleunigen.

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