Kritik an Spahn nach Leihmutterschaft: Grüne fordern Erklärung
Wichtige Fakten
- • Jens Spahn wurde mit Ehemann Vater per Leihmutter in den USA.
- • Die CDU lehnt Leihmutterschaft laut Parteitagsbeschluss strikt ab.
- • Grünen-Chef Banaszak fordert öffentliche Erklärung von Spahn.
- • Medizinethiker Lob-Hüdepohl spricht sich gegen Legalisierung aus.
- • In Deutschland bleibt Leihmutterschaft nach Embryonenschutzgesetz verboten.
Debatte um die Vaterschaft von Jens Spahn
Unionsfraktionschef Jens Spahn und sein Ehemann sind durch eine Leihmutterschaft in den USA Eltern geworden. Dies löste Kritik aus, da die CDU die Legalisierung der Leihmutterschaft auf ihrem Bundesparteitag im Februar strikt abgelehnt hatte. Grünen-Chef Felix Banaszak forderte Spahn auf, seine Entscheidung öffentlich zu erklären. Politiker von Grünen, FDP und Linken werfen dem CDU-Politiker vor, privat eine Möglichkeit zu nutzen, die seine Partei in Deutschland ablehnt. Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Janosch Dahmen, sprach von einem Problem der politischen Glaubwürdigkeit.
Rechtlicher Rahmen und ethische Bedenken
Der Theologe und Medizinethiker Andreas Lob-Hüdepohl sprach sich gegen eine Zulassung aus und betonte, dass Leihmutterschaft Frauen und Kinder zur Ware reduziere. Auch der Vorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe, kritisierte, dass wohlhabende Politiker das Verbot umgehen könnten. Die Bundesregierung stellt klar: Leihmutterschaft bleibt in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz verboten. Strafbar sind ärztliche Mitwirkung und Vermittlung. Es ist jedoch nicht verboten, ein im Ausland geborenes Kind nach Deutschland zu bringen. Spahns Umfeld betonte, dass keine politischen Forderungen aus der privaten Entscheidung abgeleitet werden.
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