Kuba in der Krise: 100. Geburtstag Fidel Castros ohne Feierlaune
Wichtige Fakten
- • Kuba erlebt schwerste Wirtschaftskrise seit Sowjetunion-Zusammenbruch.
- • USA sanktionieren seit Anfang 2026 internationale Öllieferungen an Kuba.
- • Regierung öffnet Wirtschaft für private Investitionen und Aktiengesellschaften.
- • Aktuell 1.327 politische Gefangene dokumentiert, laut NGO Prisoners Defenders.
Kuba gedenkt Fidel Castro unter angespannten Bedingungen
Anlässlich des 100. Geburtstags von Fidel Castro blickt Kuba auf den Revolutionsführer zurück, der den Mythos der Revolution bis heute prägt. Doch die Feierlichkeiten finden in einer Zeit der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion statt. Alltägliche Probleme wie Stromausfälle, Versorgungsmängel und eine marode Infrastruktur belasten die Bevölkerung. Maria Miranda aus Havanna beschreibt den harten Alltag: 'Ohne Strom können wir nicht kochen, wir versuchen, Mahlzeiten im Voraus zuzubereiten.'
USA-Sanktionen verschärfen Krise
Die USA haben ihre Sanktionen gegen Kuba weiter verschärfen, insbesondere gegen internationale Öllieferungen. Die Vereinten Nationen kritisieren dies als kontraproduktiv. Der Druck von außen wird durch innere Repressionen ergänzt: Politische Andersdenkende werden gezielt verfolgt, allein im Juli wurden 1.327 politische Gefangene registriert. Präsident Miguel Diaz-Canel betont hingegen den unbeirrten Einsatz für den Sozialismus und kündigt gleichzeitig wirtschaftliche Reformen an.
Wirtschaftsöffnung als Ausweg?
Die Regierung vollzieht wirtschaftlich eine Kehrtwende: Private Investitionen aus dem Ausland und aus Kuba sind erstmals möglich, ausgewählte Staatsbetriebe sollen privatisiert werden. Doch die politische Repression bleibt. Für die meisten Kubaner ist von Feierlaune keine Spur – das Erbe Castros ist ein geteiltes.
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